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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Marksvit, die Gründerin des Klosters Schildesche, erhält von Papst Marinus (II.), der sie zusammen mit der ersten Äbtissin des neuen Klosters, Emma, im Konsistorium empfängt, Reliquien Johannes' des Täufers.

Überlieferung/Literatur

(Vgl. B-Z2 168; Jakobs , Germania pontificia V/1, S. 22 Nr. *12, S. 159 Nr. *1.)

Kommentar

Die chronologische Einordnung ergibt sich durch die Amtsdaten des Papstes, der Anfang Mai 946 starb (Reg. 2031). -- Im September 940 hatte Otto d. Gr. die ein Jahr zuvor im Sächsischen unweit vom heutigen Bielefeld in der Diözese Paderborn ins Leben getretene Frauenkommunität bestätigt; vgl. D O.I.35 (B-O 91). Wie in der spätmittelalterlichen Fundatio noch berichtet wird, legte Marksvit dem Papst Empfehlungsschreiben confinium episcoporum vor, darunter wahrscheinlich auch ein Schreiben des Bischofs Dudo von Paderborn (nicht von Osnabrück, vgl. Jakobs , a.a.O., S. 158), der schon bei Otto d. Gr. für das Kloster interveniert hatte. Ob Marksvit, die von der ersten Äbtissin ihres Klosters begleitet wurde, einer größeren ostfränkischen Pilgergruppe angehörte, ist nicht bekannt. Die Nennung eines päpstlichen Konsistoriums ist natürlich anachronistisch. -- Allgemein zu Schildesche s. Jakobs , a.a.O., S. 157f. -- Vgl. auch die nachfolgenden Regg. 2027 u. 2028.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 2026, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0942-04-00_2_0_1_3_3_594_2026
(Abgerufen am 22.06.2018).