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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Hugo schickt eine Gesandtschaft unter Leitung des Stiefvaters Liutprands von Cremona an den byzantinischen Kaiserhof nach Konstantinopel, die dem Kaiser Romanos (I. Lakapenos), der den Wunsch nach einer Tochter Hugos als Gemahlin für den jungen Romanos (II.) geäußert hat (Reg. 1861), anbietet, ihm in Ermangelung einer ehelichen Tochter eine seiner unehelichen Töchter von ausnehmender Schönheit zu schicken.

Überlieferung/Literatur

(Liutprand, Antapodosis V, 14, ed. Becker , S. 137 (ed. Chiesa , S. 130).)

Kommentar

Das Jahr 941 ist dadurch gesichert, daß Liutprand im weiteren Verlauf seiner Erzählung (V, 15, a.a.O., S. 138f.) berichtet, daß sein Stiefvater in Konstantinopel erlebte, wie gefangene "Russen" während einer Siegesfeier enthauptet wurden. Der Sieg über die "Russen" unter Fürst Igor I. von Kiev ist aber in die Mitte des Jahres 941 zu datieren; vgl. Kresten/Müller , Samtherrschaft, S. 72f., 75. Zum Stiefvater Liutprands von Cremona ebd., S. 8 in Anm. 13. Schon Liutprands leiblicher Vater war als Gesandter König Hugos in Konstantinopel gewesen (Reg. 1861). Vgl. noch Regg. 1902, 1976 u. 1981.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 1892, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0941-00-00_1_0_1_3_3_459_1892
(Abgerufen am 25.01.2017).