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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Eine Gruppe von angelsächsischen und westfränkischen Pilgern auf dem Weg nach Rom (collecta Transmarinorum sed et Gallorum quae Romam petebat ) kehrt (in den Westalpen) unverrichteter Dinge um, weil der Übergang über das Gebirge wegen der Sarazenen, die das Dorf des Klosters St-Maurice (d'Agaune) besetzt halten (propter Sarracenos qui vicum monasterii Sancti Mauricii occupaverant ) und schon zahlreiche Pilger getötet haben (occisis eorum nonnullis ), nicht möglich ist.

Überlieferung/Literatur

(Flodoard, Annales a. 940, ed. Lauer , S. 79. -- Reg.: Forel , Régeste, Nr. 144.)

Kommentar

Flodoard erwähnt die neuerliche Behinderung des Pilgerverkehrs (vgl. bes. Reg. 1591 u. zuletzt Reg. 1838) ganz am Schluß seines Jahresberichts. Pilger von den britischen Inseln waren schon 921 und 923 den Attacken der Sarazenen zum Opfer gefallen; vgl. Flodoard, Annales a. 921 u. 923, ed. Lauer , S. 5 u. 19; Fichtenau , Ansehen, S. 118 (S. 99). -- St-Maurice d'Agaune (Kant. Wallis) liegt an der Straße, die vom östlichen Ufer des Genfer Sees kommend dem Großen St. Bernhard zustrebt; vgl. Schrod , Reichsstrassen, S. 9. Das Kloster selbst muß damals von den Sarazenen zerstört worden sein; vgl. Köpke/Dümmler , Otto d. Gr., S. 114 m. Anm. 6.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 1860, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0940-00-00_1_0_1_3_3_426_1860
(Abgerufen am 29.03.2017).