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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Synode unter Vorsitz Papst Eugens (II.) und Kaiser (!) Lothars. -- a. r. Hu. [...], Lo. imp. 5, Ind. 10.

Überlieferung/Literatur

(Gefälschte Synodalurkunde, ed. Biscaro , Origini, Nr. 1B S. 59-62; auch ed. Gasparolo , Cartario Alessandrino III, S. 16-22 Nr. 445. -- Regg.: Kehr, Italia pontificia VI/1, S. 68 Nr. †2 (zu 937, vgl. VI/2, S. 12 Nr. †16); B-Z2 †132 (zu 937).)

Kommentar

Die im frühen 13. Jh. entstandene plumpe Fälschung, die einem gefälschten Testament Bischof Attos von Vercelli größere Glaubwürdigkeit verleihen sollte (vgl. Regg. †2004 u. 2111), braucht hier nicht näher berücksichtigt zu werden; vgl. bes. Biscaro , Origini (mit der handschriftl. Überlieferung und zahlreichen älteren Drucken); Besta , in: Storia di Milano II, S. 458. Die angegebene Indiktion führt unter Hugo und Lothar auf 937, das 5. Königsjahr Lothars auf 936. Wahrscheinlich ist aber gar nicht Lothar d. Jüngere gemeint, sondern Kaiser Lothar I., der nicht nur zweimal in Marengo (Com. Alessandria) geurkundet hat (vgl. Brühl , Fodrum I, S. 402; Bougard , Palais, S. 191), sondern auch mit Papst Eugen II. (824-827) im Herbst 824 in Rom zusammengetroffen ist (M2 1020a-1021). Unter Vorsitz Eugens II. trat überdies im November 826 ebendort eine vielbesuchte Reformsynode zusammen (MGH Conc. II, S. 552-583), von deren Akten sich der Fälscher vielleicht hat inspirieren lassen. Ist diese Hypothese richtig, war in der Datierung des nur kopial überlieferten Machwerks ursprünglich vielleicht Hlud(owico) gloriosissimo imp(eratore) , also Ludwig d. Fromme (statt des heute überlieferten Ugo gloriosissimo rege ), zu lesen.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. †1765, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0937-03-01_1_0_1_3_3_331_1765
(Abgerufen am 25.07.2017).