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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Hugo und Lothar schenken (concedimus et donamus ) auf Bitten ihres nobilis vassus Lanfranc eingedenk seines treuen Dienstes (ob ... fidelitatis sue obsequio ) dessem vassus Garibert alias Gezo, Sohn des weiland Stefanus, die zur königlichen Curtis Burscanti (Poscante?) gehörende ancilla Vualperga mit ihren namentlich genannten vier Söhnen und ihrer Tochter zu freiem Eigen (iure proprietario ). -- Pön 100 Pfund Gold. -- Petrus canc. ad vicem Gerlanni abbatis et archicanc. -- MF. MF. SR. SI D. -- a. inc. 936, a. r. Hu. 9, Lo. 4, Ind. 8. -- "Noverit omnium".

Überlieferung/Literatur

(Or. Bergamo, Bibl. Civica, perg. 3166 (A). -- Eine Kopie von Mario Lupi (18. Jh.) verzeichnet Schiaparelli , I Diplomi di Ugo e di Lotario, S. 111. -- Faksimile: Arch. paleogr. ital. IX, Taf. 46 (mit Regest); Pergamene di Bergamo, Taf. 208 (mit Transkription Textbd., S. 352-353). -- Drucke: Lupi , CD Bergomatis II, Sp. 193-194 = CD Langob., Nr. 546 Sp. 933 (zu 936); Schiaparelli , Trascrizioni, Taf. 46 S. 174-176; Ders ., I Diplomi di Ugo e di Lotario, Nr. 37 S. 111-113. -- Reg.: B 1394. -- Vgl. Santoro , Rettifiche, S. 242.)

Kommentar

Nach längerer Unterbrechung (vgl. zuletzt Reg. 1682) sind Hugo und Lothar erstmals wieder in Pavia nachweisbar. -- Königsjahr Hugos und Indiktion führen auf 935, das Regierungsjahr Lothars auf 934, so daß das Inkarnationsjahr wohl nach pisanischem Stil berechnet wurde; vgl. Schiaparelli , Ricerche V, S. 148. -- Die Rekognitionszeile wurde von anderer Hand als der übrige Text (mit der Signumzeile) mundiert; beide Hände sind nicht weiter nachweisbar, gehören aber der Gruppe um den Kanzler Petrus an (Petrus "D" und "E"); vgl. Schiaparelli , Ricerche V, S. 69. Die Monogramme sind in vom Kontext verschiedener Tinte firmiert. Zum Diktat, das für eine ganze Gruppe von Urkunden Hugos und Lothars charakteristisch ist, vgl. Schiaparelli , Ricerche V, S. 172; s. auch ebd., S. 119. -- Der nobilis vassus Lanfranc, der als vassus auch in D 39 (Reg. 1720), vielleicht auch in D 38 (Reg. 1716), bezeugt ist, ist der spätere Graf (von Bergamo) und Pfalzgraf (s. bes. Reg. 1997), ein Sohn des Grafen Giselbert I. von Bergamo; vgl. Hlawitschka , Franken, S. 216-218; Jarnut , Bergamo, S. 31-34 u. passim; s. zuletzt Reg. 1608. Möglicherweise hat er zuvor im Heer Hugos gegen Arnulf von Bayern gefochten (Regg. 1701ff.). -- Die Curtis Burscanti ist wohl das heutige Poscante (Com. Zogno, Prov. Bergamo).

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 1713, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0935-05-12_1_0_1_3_3_279_1713
(Abgerufen am 25.07.2017).