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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Während Herzog Arnulf (von Bayern), durch die Nachricht von der Niederlage seiner Leute bei Bussolengo (Reg. 1703) beunruhigt, beschließt, Graf Milo (von Verona) gefangen zu nehmen und mit ihm nach Bayern zurückzukehren (Milonem comitem vellet capere atque ... secum illum in Bagoariam ducere ), fällt dieser, weil er aus Furcht vor Repressalien keinesfalls mit Arnulf ziehen will (cum Arnaldo vero in Bagoariam duci non solum mortem, sed infernum putabat ), von diesem ab, flieht aus der Stadt und begibt sich zu Hugo im Vertrauen auf dessen bekannte Milde (quoniam regem Hugonem cito misericordia noverat inclinari, Arnaldum fugere et ad eum [Hugo] deliberat tendere ).

Überlieferung/Literatur

(Liutprand, Antapodosis III, 50-51, ed. Becker , S. 101 (ed. Chiesa , S. 94).)

Kommentar

Graf Milo gehörte offensichtlich der italischen Gesandtschaft an, die Arnulfs Sohn Eberhard die italische Königskrone angeboten hatte; vgl. Reg. 1700. -- In der ausführlichen Charakteristik Hugos durch Liutprand, Antapodosis III, 19, ed. Becker , S. 81f. (ed. Chiesa , S. 75), wird dessen Neigung zur misericordia nicht erwähnt.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 1706, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0934-00-00_8_0_1_3_3_272_1706
(Abgerufen am 19.02.2017).