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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Hugo gewinnt König Heinrich (I. von Ostfranken) durch viele Geschenke zum Freund (Heinricum ... regem fortissimum, multis collatis muneribus amicum sibi effecerat ).

Überlieferung/Literatur

(Liutprand, Antapodosis III, 48, ed. Becker , S. 100 (ed. Chiesa , S. 93).)

Kommentar

Liutprand erwähnt die neuerlichen diplomatischen Aktivitäten Hugos (vgl. schon Reg. 1509) unmittelbar nach dem angeblichen Vertrag Hugos mit Rudolf II. von Hochburgund (das vorige Reg.), dessen Datierung allerdings auch nicht feststeht. Wenn hier aber tatsächlich ein zeitlicher und ursächlicher Zusammenhang bestehen sollte, könnte dies darauf hindeuten, daß sich Hugo angesichts des Romzuges (Reg. 1687) umfassend nach Norden absichern wollte (beide Vorgänge wären dann vor dem wohl noch im Herbst 933 begonnenen Romzug einzuordnen). Mor , L'età feudale I, S. 141, sieht dagegen einen Zusammenhang mit dem Zug Arnulfs von Bayern 934/35 nach Verona (Regg. 1701-1706). -- Rex fortissimus ist Heinrich I. wegen seines von Liutprand zur Begündung direkt anschließend erwähnten Sieges über die Dänen (934): Danos, nulli ante subiectos, solus ipse debellaret ac tributarios faceret ; vgl. Waitz , Heinrich I., S. 158-162, 272-276. Sollte die diplomatische Offensive Hugos tatsächlich eine Reaktion Hugos auf den Dänensieg Heinrichs I. darstellen, so wäre diese nicht zu 933, sondern zu 934/35 einzuordnen. -- Zu einem Schreiben des Dogen von Venedig, Petrus Candianus II., an Heinrich I., das auf Anfang 932 zu datieren ist, vgl. Reg. 1654.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 1691, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0933-00-00_4_0_1_3_3_257_1691
(Abgerufen am 10.12.2016).