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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Eine von drei ungarischen Abteilungen zieht nach Italien (Hungari se in tres partes dividunt, quorum pars una Italiam petit ), eine andere fällt in das Land (des Königs) Heinrichs (I. von Ostfranken) ein (alia terram Heinrici trans Rhenum invadit ).

Überlieferung/Literatur

(Flodoard, Annales a. 933, ed. Lauer , S. 55.)

Kommentar

Wegen des Zusammenhangs mit der von Flodoard direkt anschließend erwähnten Schlacht bei Riade, in der Heinrich I. von Ostfranken Mitte März 933 die Ungarn schwer aufs Haupt schlug (Fasoli , Incursioni ungare, S. 158; vgl. Waitz , Heinrich I., S. 157), ist die Nachricht eines Ungarneinfalls in Italien zum Jahr 933 durchaus glaubwürdig. Unklar ist nur, ob die Zerstörungen in Verona und in der Umgebung von Brescia, von denen jüngere Quellen berichten (s. Reg. 1728, Kommentar), mit dem Zug des Jahres 933 oder mit jenem des Jahres 935 in Verbindung stehen; vgl. Fasoli , Incursioni ungare, S. 156, 162f.; Mor , L'età feudale I, S. 136f., 197. -- Flodoard berichtet von dem Zug des Jahres 933 zu Beginn seines Jahresberichts, nachdem er zuvor als erstes die Rückkehr einer Reimser Gesandtschaft aus Rom gemeldet hat (vgl. B-Z2 112); die Gesandten hatten unter anderem von der Vertreibung Hugos aus Rom Ende 932 berichtet (Regg. 1664, 1668). Daß der Einfall der Ungarn nach Italien in die ersten Monate des Jahres 933 zu datieren ist, dafür spricht auch das genannte Datum der Schlacht von Riade.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 1680, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0933-00-00_1_0_1_3_3_246_1680
(Abgerufen am 20.01.2017).