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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Nach dem Tod des Erzbischofs Lampert von Mailand (931 Juni 19) wird der aus Lüttich vertriebene Bischof Hilduin, der vorübergehend mit dem Bistum Verona betraut worden war (Reg. 1569), unter dem Einfluß Hugos zum Mailänder Erzbischof geweiht.

Überlieferung/Literatur

(Liutprand, Antapodosis III, 42, ed. Becker , S. 95 (ed. Chiesa , S. 89). Vgl. Briefe Rathers v. Verona Nr. 7, ed. Weigle , S. 33-43, bes. S. 35 Z. 9-19.)

Kommentar

Zum mutmaßlichen Zeitpunkt der Erhebung Hilduins s. Weigle , Rather, S. 350. -- Hilduin hat sofort nach seiner Wahl seinen Vertrauten Rather nach Rom geschickt, um dort von Papst Johannes XI. das Pallium zu erwirken (B-Z2 107). Noch im Laufe des Juli erhielt Rather in Rom nicht nur das erbetene Pallium mitsamt einem Papstprivileg für Hilduin, sondern auch ein päpstliches Schreiben an den König, in dem Johannes XI. diesen bat, das freigewordene Bistum Verona Rather zu verleihen (Reg. 1635). Daß Hugo für die Nachfolge des mit ihm verwandten Hilduin in Mailand gesorgt hat, geht ausdrücklich nur aus dem zit. Schreiben Rathers hervor, ist aber wegen der Vorgeschichte des Falles in sich plausibel. -- Vgl. Reg. 1569, unter der dort genannten Lit. bes. Weigle , Rather, S. 350, 352; Jacobsen , Rather, Sp. 1013f.; Cervato , Terzo periodo, S. 65f. Vgl. noch D 42 (Reg. 1738).

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 1633, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0931-05-30_1_0_1_3_3_199_1633
(Abgerufen am 23.09.2017).