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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Hugo nimmt auf Bitten des Bischofs Sigefred (von Parma), seines consiliarius , die Kanoniker der (Kollegiat-) Kirche von SS. Antonino e Vittore (in Piacenza) (fratres consistentes in ecclesia Beati Antonini martiris et Victoris confessoris Christi ) in seinen Schutz, verleiht ihnen für ihre gegenwärtigen (ex rebus quibus nunc iustam et legalem vestituram habent ) und künftigen Besitzungen die Immunität (sub nostra manere tuicione atque inmunitatis defensione ) und das Inquisitionsrecht, bestätigt ein Präzept Kaiser Karls (III.) (preceptum ... de quibuscumque rebus mobilibus et immobilibus collatum , s. Reg. 665) und alle sonstigen rechtmäßig erworbenen Urkunden (cetera munimina et cartarum instrumenta iuste et legaliter facta ), so als wenn sie niemals durch Feuer Einbuße erlitten oder ganz verloren gegangen wären (tamquam si ab igne umquam tacta vel damnata numquam fuissent ). -- Pön 30 Pfund Gold. -- Petrus canc. ad vicem Gerlanni abbatis et archicanc. -- MF. SR. SI D. -- a. inc. 931, a. r. Hu. 5, Ind. 4. -- "Noverit omnium".

Überlieferung/Literatur

(Or. Piacenza, Arch. di S. Antonino, vormals "perg. antiche, G sotto", jetzt: Diplomatico, Atti pubblici, n. 8 (A). -- Kopie: Ebd., cass. D.58, 12. Jh. (B). Eine Kopie Ende 18. Jh. auch Piacenza, Arch. Capit., Ms. Boselli , "Copie de carte antiche esistenti nell'Archivio antichissimo della Chiesa di S. Antonino di Piacenza", pp. 13-14 (vgl. Nasalli Rocca , L'Archivio Capitolare di S. Antonino, S. 291; Schiaparelli , I Diplomi di Lamberto, S. 71). -- Faksimile: Arch. paleogr. ital. IX, Taf. 42 (mit Regest). -- Drucke: Dümmler , Urkunden, Nr. 11 S. 298-299, aus B; Schiaparelli , Trascrizioni, Taf. 42 S. 162-164; Ders ., I Diplomi di Ugo e di Lotario, Nr. 27 S. 79-81. Schon erwähnt von Campi , Dell'historia di Piacenza I, S. 256, sowie von Boselli , Delle storie Piacentine I, S. 58 Anm. 62. Vgl. auch Rossi , Elenco, S. 140 Nr. 124 (danach "inedito"!).)

Kommentar

Indiktion und Königsjahr stimmen zu 931 April überein. In D 27 wird Hugo letztmalig als alleiniger Aussteller genannt. Spätestens am Folgetag muß Lothar zum Mitkönig gekrönt worden sein (Reg. 1628); vgl. Schiaparelli , Ricerche V, S. 23. -- Während die Rekognition wahrscheinlich vom ehemaligen Notar und jetzt erstmals sich Kanzler nennenden Petrus stammt, wurde der übrige Text von einem seiner Schreiber ("Petrus B") mundiert; vgl. Schiaparelli , Ricerche V, S. 62, 64, 69; Ders ., Trascrizioni, S. 162. -- D 27 wiederholt weitgehend ein Diplom Karls III. von 881 Mai für denselben Empfänger (Reg. 665), wie der Kursivdruck in der Ed. Schiaparelli zeigt. Für den letzten Teil nehmen Dümmler und Schiaparelli Benutzung einer weiteren erhaltenen Urkunde Karls III. an (Reg. 660), doch ging dieses Stück an das Bistum Piacenza, so daß eher an eine verlorene Urkunde Karls III. für die Kanoniker von SS. Antonino e Vittore zu denken ist; vgl. Reg. 665 (Kommentar). -- Zu Bischof Sigefred von Parma s. zuletzt D 25 (Reg. 1602). Es folgen mehrere undatierte Deperdita Hugos, die dieser wahrscheinlich vor der Mitkönigserhebung Lothars (Reg. 1628) ausgestellt hat, da Lothar nicht miterwähnt wird; sie sind hier alphabetisch nach den Empfängern geordnet.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 1615, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0931-04-17_1_0_1_3_3_181_1615
(Abgerufen am 24.07.2017).