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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Ungarneinfall . Markgraf Petrus (von Spoleto), der Bruder des Papstes Johannes X., dem eine römische Faktion, die der Mutter Alberichs (der Senatrix Marozia) anhängt, den Zutritt in Rom verweigert, setzt sich in Orte (Prov. Viterbo), wo er ein Castrum erbaut, fest und ermuntert durch einen Boten die Ungarn zu einem Zug nach Italien, in dessen Verlauf diese ganz Tuszien verwüsten.

Überlieferung/Literatur

(Benedikt v. S. Andrea, ed. Zucchetti , S. 160: ... nuntius transmisit (scil. Petrus) ad Ungarorum gens, ut veniret et possideret Italia ... Ungarorum gens, depredata tota Tuscia, igne gladio consumpta, multos populo simul cum femine et quicquid manum capere poterat asportaverunt .)

Kommentar

Hintergründe und Ausmaß des Ungarnzuges sowie eine genauere Datierung desselben sind in Ermangelung weiterer direkter Nachrichten schwierig zu bestimmen. Daß ein Zusammenhang mit den stadtrömischen Verwicklungen besteht, die aber ihrerseits auch nicht genau zu datieren sind (dazu im einzelnen Reg. 1534), wird ausdrücklich gesagt; vgl. B-Z2 82 u. B-Z2 84; Schiaparelli , Ricerche V, S. 15-18 (zur Datierung ebd. S. 17, Anm. 2). -- Zu einzelnen indirekten Nachrichten, in denen von Zerstörungen durch die Ungarn die Rede ist und die sich vielleicht auf diesen Einfall beziehen, vgl. Venni , Giovanni X, S. 126ff.; Fasoli , Incursioni ungare, S. 149-152; Moro , Horrida pugna, S. 93.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 1530, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0927-00-00_3_0_1_3_3_96_1530
(Abgerufen am 23.01.2017).