Regestendatenbank - 176.134 Regesten im Volltext

RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

Sie sehen den Datensatz 183 von insgesamt 1062.

Hugo bestätigt dem Kloster S. Pietro in Brugnato unter Abt Engizo nach dem Beispiel seiner Vorgänger (den gesamten Besitzstand nebst Immunität sowie) die von den Päpsten, die das Kloster in ihren Schutz genommen haben, verliehene Unabhängigkeit insbesondere gegenüber Übergriffen des Bischofs von Luni (idem episcopus Lunensis contra decreta et Romanorum pontificum privilegia ... et contra imperialia praecepta nostrorum antecessorum, scilicet ... Caroli, Ludovici, Ugonis ... idem ipsum Brumense monasterium suo episcopatui subiugare voluerit et a potestate Romanae ecclesiae, sub cuius tuitione semper fuit, alienare ... confirmare et corroborare dignaremur eidem abbati Brumiensis monasterii ... in perpetuum quidquid ... Carolus, Ludovicus, Hugo ... per precepti paginam contulerunt ).

Überlieferung/Literatur

(Deperditum, erwähnt in D O.III.201 von 996 Mai 25, bes. S. 610 Z. 7-18; vgl. D H.II.298 von 1014 Mai 7, bes. S. 367 Z. 36. -- Druck: Schiaparelli , I Diplomi di Ugo e di Lotario, Diplomi perduti, Nr. 5 S. 360f.)

Kommentar

Zum Kloster Brugnato ca. 30 km nördlich von La Spezia und seiner ausnahmslos schlechten Urkundenüberlieferung vgl. schon Regg. 438, 659 u. 687 (mit der Lit.). Das in Rom ausgestellte Präzept Ottos III. basiert auf einem in St. Peter in Gegenwart Papst Gregors V. im Mai 996 ergangenen Synodalurteil (B-Z2 756), in dem die Ansprüche des Bistums Luni unter Bischof Gottfried zurückgewiesen worden waren (in eadem synodo ... vidimus praedicti Lunensis episcopi chartulas a summi pontificis auctoritate damnatas atque disruptas [S. 610 Z. 19f.]). Der ungefähre Wortlaut unseres Deperditums läßt sich aus der VU Karls III. (D Ka.III.53 = Reg. 687) und aus D H.II.298 besser erschließen als aus der genannten Urkunde Ottos III., in der das Verhältnis zum Bistum Luni und der Papstschutz ganz im Vordergrund stehen. Daß Hugo darüberhinaus auch den gesamten Besitzstand und die Immunität des Klosters bestätigt hat, ist daher anzunehmen. Im übrigen muß man von einer im einzelnen nur noch schwer nachweisbaren Verunechtung der Urkunde Ottos III. wie schon der VU Karls III. ausgehen, die beide nur im Druck Ughelli s überliefert sind. Ob es bei den im Kopfregest genannten Präzepten der Kaiser Karl und Ludwig um verlorene Urkunden Karls d. Gr. und Ludwigs d. Fr. handelt, ist nicht ganz klar; man könnte auch an ein Deperditum Ludwigs II. und an das überlieferte D Ka.III.53 (Reg. 687) denken; vgl. auch Reg. 438. -- Allgemein zum Bistum Luni im fraglichen Zeitraum s. Puglia , Ipotesi.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 1617, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0926-04-17_2_0_1_3_3_183_1617
(Abgerufen am 31.03.2017).