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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

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Rudolf, der erfahren hat, daß Herzog Burchard von Schwaben bei Novara gefallen ist (s. das vorige Reg.), gibt seine Sache verloren und zieht sich in sein angestammtes Reich zurück (Quod Rodulfus ut audivit [den Tod Burchards], Italiam dereliquit et Burgundiam percitus petiit).

Überlieferung/Literatur

Liutprand, Antapodosis III, 16, ed. Becker, S. 81. Vgl. Konstantinos VII. Porphyr., De admin. imp. c. 26, edd. G. Moravcsik u. a., S. 112; Flodoard, Annales a. 926, ed. Lauer, S. 35; Chron. Casin. I, 61, ed. Hoffmann, S. 153. - Vgl. B-Z 78.

Kommentar

Nach Leo Marsicanus (Chron. Casin.) hätte Papst Johannes X. eine entscheidende Rolle bei der Revolte der italischen Großen gegen Rudolf gespielt. Sicher ist, daß ein päpstlicher Legat Hugo von der Provence etwa in der zweiten Junihälfte 926 bei seiner Ankunft mit dem Schiff in Pisa begrüßt hat: Liutprand III, 17, a.a.O., S. 81; vgl. Poupardin, Provence, S. 222, Anm. 1; B-Z 78. Zur Chronologie der Ereignisse vgl. auch Schiaparelli, Ricerche V, S. 12f. - Rudolf näherte sich noch im selben Jahr Heinrich I. von Ostfranken, den er in Worms aufsuchte und dem er wahrscheinlich dort huldigte. Mit Hugo von der Provence, dem neuen König Italiens, kam es später zu vertraglichen Regelungen über die Abgrenzung ihrer Herrschaftsbereiche. Im Juli 937 ist Rudolf gestorben. - Zur Gesamtwürdigung Rudolfs s. Grütter, Rudolf II., passim; Hiestand, Byzanz, S. 141-144; Schieffer, DD Regum Burgund., Einleitung, S. 8-12. - Vgl. überdies die Reg. 1431 angeführte Literatur.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. 1434, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0926-05-00_1_0_1_3_2_1445_1434
(Abgerufen am 24.10.2017).