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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

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Markgraf Hugo von Vienne (der spätere König von Italien), sein Bruder Boso und ein gewisser Hugo Tagliaferro versuchen vergeblich, sich Oberitalien zu unterwerfen. Sie ziehen mit einem großen Heer gegen Pavia, werden aber von Berengar umzingelt und zur Kapitulation gezwungen. Berengar läßt sie mit dem Versprechen, zu seinen Lebzeiten nicht mehr nach Italien zu kommen, zurückkehren.

Überlieferung/Literatur

Konstantinos VII. Porphyr., De admin. imp. c. 26, edd. Moravcsik u. a., S. 111.

Kommentar

Dieser zweite Italienzug Hugos (vgl. schon Reg. 1265), der sich nur auf den anekdotenhaften, zudem undatierten Bericht des Konstantinos stützt, ist nicht gesichert. Möglicherweise liegt eine Verwechslung mit jenem des Jahres 912 vor (Reg. 1265). Die Einordnung der Nachricht zur Jahreswende 923/24 ergibt sich daraus, daß Konstantinos zuvor die Schlacht von Fiorenzuola und direkt anschließend den Tod Berengars erwähnt. Es kommt hinzu, daß Rudolf Italien etwa im September 923 für fast ein Jahr verlassen hat (s. Reg. 1392); in dieser Zeit ist ein Zug Hugos noch am wahrscheinlichsten. - Vgl. Poupardin, Le royaume de Provence, S. 219; Poupardin, Bourgogne I, S. 47f.; Hartmann, Geschichte III/2, S. 196, 207 Anm. 11; Schiaparelli, Ricerche V, S. 8f.; Fasoli, I re d'Italia. S. 233-235; Hlawitschka, Franken, S. 84; Arnaldi, Berengario I, S. 25.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. 1395, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0923-00-00_2_0_1_3_2_1406_1395
(Abgerufen am 25.07.2017).