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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

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Rudolf bestätigt der bischöflichen Kirche von Parma (s. Parmensis ecclesia) unter Bischof Aicard (Aichard) auf Bitten seiner Getreuen, des Erzbischofs Lampert (von Mailand) und des Markgrafen Adalbert (von Ivrea) (domnus Lampertus venerabilis archiepiscopus et Adelbertus gloriosissimus marchio dilectissimi fideles nostri), die Abtei Berceto im Comitat von Parma mit allem Zubehör (abatia de Berceto in honore s. Remigii constructa in comitatu Parmensi). - Pön 100 Pfund Gold. - Hieronimus not. iussu et preceptione domni regis. - ME SI D. - a. inc. 922, a. r. in Burg. 11, in It. 1, Ind. 10. - "Si sanctis".

Originaldatierung:
(II. Non. Febr., Ticini civitate)

Überlieferung/Literatur

Or. Parma, Arch. Capitolare, perg. sec. X, n. XXI (A). Zahlreiche neuzeitliche Kopien verzeichnet Schiaparelli, I Diplomi italiani di Rodolfo II, S. 95. - Faksimile: Arch. paleogr. ital. IX, Taf. 27 (mit Regest). - Drucke: Muratori, Antiq. Ital. VI, Sp. 325-326 = Origines Guelficae II, Nr. 30 S. 111-112; Affò, Storia della città di Parma I, Nr. 46 S. 327-328; Schiaparelli, I Diplomi italiani di Rodolfo II, Nr. 1 S. 95-97; Schiaparelli, Trascrizioni dei facsimili (dell' Arch. paleogr. ital.) vol. IX, Taf. 27. S. 105-108; Drei, Le carte parmensi I2, Nr. 26 S. 90-91. - Regg.: B 1490; Dümmler, Gesta, Nr. 1; Forel, Nr. 114; Dufour, Nr. 15.

Kommentar

Die erste, im Diktat weitgehend eigenständige Urkunde des neuen italischen Königs, der wohl noch im Januar allgemeine Anerkennung gefunden hatte (vgl. das vorige Reg.), wiederholt inhaltlich D Kn. 24 ( B-Zi 565) und D Ka.III.115 ( B-Zi 745), allerdings ohne die dort wahrscheinlich interpolierten Passagen. Der Notar Hieronymus stammt aus der Schreibstube Rudolfs I., in der er von 896 bis 910/11 begegnet. Von seiner Hand stammt auch das in Schrift und Diktat eigentümliche Eschatokoll, in dem kein Erzkanzler genannt wird; vgl. Schieffer, DD Regum Burgund., Einleitung, S. 43f. Der Kontext dürfte von einem italischen Schreiber herrühren. Auffällig ist das Fehlen eines SR und die Anbringung des Siegels neben der Signumzeile; das M ist ungewöhnlich groß und läßt deutlich den Vollziehungsstrich erkennen. Erst danach scheint das Eschatokoll eingetragen worden zu sein. Vgl. auch Schiaparelli, Ricerche IV. S. 36, 39. - Zu Markgraf Adalbert von Ivrea s. Reg. 1151 u.ö. Erzbischof Lampert von Mailand zählt neben Adalbert zu den Rädelsführern des Komplotts gegen Berengar L; vgl. Mor, L'età feudale I, S 76; s. Regg. 1371-1372. Zur Abtei Berceto vgl. B-Zi 745; s. auch Schiaparelli, I Diplomi di Ugo, Nr. 3 u. 7. Bischof Aicard von Parma, für den Rudolf noch ein zweites Mal geurkundet hat (Reg. 1422), interveniert 924 auch für die Kirche von Cremona (Reg. 1421). - Vgl. noch Trog, Rudolf II., S. 57, 64; Poupardin, Bourgogne I, S. 40.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. 1374, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0922-02-04_1_0_1_3_2_1385_1374
(Abgerufen am 22.05.2017).