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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

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Berengar überträgt seinem Getreuen Berctelus (fidelis noster Berctelus) auf Bitten des Markgrafen Odelricus die Curtis Breoni genannt Senevello (curtem que Breoni dicitur et nominatur Senevello) (Breonio, Com. Fumane, Prov. Verona) mit den Dependenzen (suisque appendiciis) Vaone und Iugolongo, die der Vater des Berctelus, Teutelmus, innehatte, mit allen Pertinentien zu freiem Eigen. - Pön 70 Pfund Gold. - Iohannes episcopus et canc. ad vicem Ardingi episcopi et archicanc. - M. - a. inc. 920, a. r. 28, imp. 5, Ind. 8. - "Noverit omnium"

Originaldatierung:
(VIII. Id. Sept., Papiae)

Überlieferung/Literatur

Or. Venedig, Arch. di Stato, Miscellanea Atti diplom. e privati, busta I, n. 8 (vormals S. Zeno, busta I, n. Ibis) (A). - Kopien: Verona, Bibl. Capitolare, Carte Maffei, busta XIII, 24, n. 29, 18. Jh., aus A (E); Verona, Arch. Comunale, n. 224. 2. Hälfte 19. Jh., aus A (F). - Drucke: Muratori, Antiq. Ital. I, Sp. 583-586; Schiaparelli, I Diplomi di Berengario I, Nr. 127 S. 331-332, nach E F und Muratori = Fainelli, CD Veronese II, Nr. 170 S. 222-224; Pozza, Diploma originale, S. 12-13, aus A. - Regg.: B 1362; Dümmler, Gesta, Nr. 93; Cipolla, Fonti edite, Nr. 182 S. 62.

Kommentar

Das Königsjahr wurde wie üblich nicht fortgezählt; vgl. Reg. 1329 (Kommentar). - Schiaparelli, der in seiner Edition nicht dem seinerzeit verschollenen Original folgen konnte (vgl. Schiaparelli, Ricerche I, S. 25). hat es einige Zeit später in Venedig wieder aufgefunden; vgl. Arch. paleogr. ital. IX, Reg. zu Taf. 87. Danach wurde D 127 von der gleichen unbekannten Kanzleihand geschrieben, die auch D 128 (Reg. 1353) vom Folgetag mundiert hat und deren Schrift der des Johannes H ähnelt (Johannes I); vgl. Arch. paleogr. ital. IX, Taf. 82 (überholt daher Schiaparelli, Ricerche I, S. 135f). Mittlerweile ist das Stück, dessen Diktat unauffällig ist, von Pozza, a.a.O., neu ediert worden; vgl. dort auch zu den Örtlichkeiten, die alle im Veronesischen liegen; s. noch Baur, Reichsgut in Venetien, S. 30; Castagnetti, Valpolicella, S. 16f. Wie die Überlieferung anzeigt, muß die Curtis später an S. Zeno gefallen sein. Friedrich Barbarossa hat dem Kloster 1163 Breonio bestätigt ( D F.I.422, bes. S. 310 Z. 26). Schneider, Burg u. Landgemeinde, S. 146 in Anm., führt den Namen des "Reichsortes Breonio" auf die Ansiedlung von Breonen (rätischer Kleinstamm) in gotischer Zeit zurück. - Bei der von Biancolini, Notizie I, S. 46 (danach Cipolla, Fonti edite, Nr. 188 S. 62, und Schiaparelli, I Diplomi di Berengario I, Diplomi perduti, Nr. 35) erwähnten verlorenen Urkunde Berengars für S. Zeno in Verona, in der von der Schenkung der Curtis Breonio an S. Zeno die Rede ist ("in quest'anno [920] fu dallo stesso re Berengario similmente donato la corte o villa di Breonio con altri terreni in Bertello"), muß es sich aber um eine Verwechslung mit dem hier regestierten Stück handeln (Bertello ist der Empfänger und nicht der Ortsname!), worauf erstmals Fainelli, CD Veronese II, S. 222f., hingewiesen hat. Zu älteren Urkunden Berengars für S. Zeno vgl. Reg. 1204.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. 1352, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0920-09-06_1_0_1_3_2_1363_1352
(Abgerufen am 28.03.2017).