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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

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Berengar nimmt die verwitwete Markgräfin Berta von Tuszien und ihren Sohn Wido gefangen und läßt sie nach Mantua bringen, muß sie aber bald wieder freilassen, da es ihm nicht gelingt, in Tuszien Anerkennung zu finden (suos [scil. der Markgräfin und ihres Sohnes] tamen civitates et castella omnia regi Berengario minime reddidisse, sed firmiter tenuisse eamque postmodum de custodia simul cum filio liberasse).

Überlieferung/Literatur

Liutprand, Antapodosis II, 55, ed. Becker, S. 63.

Kommentar

Eine genaue Datierung dieser nur von Liutprand berichteten Episode ist nicht möglich. Noch am 8. Dezember 915 (s. Reg. 1315) ist von einem Zerwürfnis zwischen dem Kaiser und Wido, seinem Patenkind (filiolus), nichts zu bemerken. Wahrscheinlich hat Berengar die beiden auf seinem Rückmarsch von Rom durch Tuszien gefangen genommen, wie schon Davidsohn, Geschichte I, S. 98, vermutet hat. Bei dieser Gelegenheit wird Wido auch wieder die Leitung des Klosters Monte Amiata entzogen worden sein; vgl. Reg. 1271. - Vgl. Hofmeister, Markgrafen, S. 401f.; Hartmann, Geschichte III/2. S. 188f.; Fasoli, I re d'Italia, S. 89; Arnaldi, Berengario, S. 24; Tabacco, Aristocrazie, S. 251.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. 1318, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0916-01-00_1_0_1_3_2_1329_1318
(Abgerufen am 22.10.2018).