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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

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Berengar überträgt der bischöflichen Kirche von Fermo das Kloster S. Croce sul Chienti (iuxta Berengarii imperatoris preceptum ut omnino Sancte Crucis monasterium delegaretur in sancte Firmane ecclesie ius et dominium intelleximus).

Überlieferung/Literatur

Angebliches Deperditum, erwähnt in D O.I.367 von 968 November 2, bes. S. 504 Z. 14-21. - Druck: Schiaparelli, I Diplomi di Berengario I, Diplomi perduti, Nr. † 3 S. 429-430.

Kommentar

Zu S. Croce sul Chienti, dessen Urkundenbestand durch Fälschungen verunklart ist, vgl. schon B-Zi (†) 715 u. † 767. Auch die Urkunde Ottos d. Gr., in der dieser im Streit zwischen der Bischofskirche von Fermo und dem Kloster zugunsten des Klosters entscheidet, ist zumindest überarbeitet worden. Die von Bischof Gaidulf von Fermo vorgelegte angebliche Urkunde Berengars war in dem voraufgegangenen Placitum verworfen und durch Zerbrechen des Siegels und Zerschneiden des Pergaments ungültig gemacht worden: quod omnibus apparuit iniustum et contra legem, ut posteriora scripta priora excedant, tum iudicio tam episcoporum quamque comitum seu iudicum fracto sigillo scissaque membrana per manum Huberti episcopi et archicancellarii nostri (S. 405 Z. 22-24, in Fortführung des obigen Zitats). Daß ein solcher Passus in der Urkunde Ottos d. Gr. frei erfunden sein sollte, scheint mir wenig glaubhaft; es hat also damals sicherlich eine Urkunde Berengars gegeben. Sie mag allerdings in Fermo fabriziert worden sein, um die Ansprüche auf das Kloster zu erhärten. Vgl. auch Wattenbach, Schriftwesen3, S. 199; Bresslau, Urkundenlehre P, S. 519.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. DF1407, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0916-00-00_8_0_1_3_2_1418_DF1407
(Abgerufen am 27.05.2017).