Regestendatenbank - 174.569 Regesten im Volltext

RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

Sie sehen den Datensatz 407 von insgesamt 653.

Nach dem Rückzug Berengars kann Ludwig Verona kampflos einnehmen.

Überlieferung/Literatur

Liutprand, Antapodosis II, 37, ed. Becker, S. 54 (vgl. das Zitat in Reg. 1192). Das genaue Datum im Cat. reg. Langob. ex Cod. Ottobon., ed. Sandmann, S. 133: Deinde venit in civitatem Veronam XII. Kal. Aug. comprehensus est ibi a Berengario rege, qui iussit erui oculos eius Ind. VIII. a. inc. dom. 905. Vgl. Regino v. Prüm a. 905, ed. Kurze, S. 150: Absoluto itaque exercitu cum perpaucis Veronam ingressus est adhortante Adalardo prefatae urbis episcopo. Gesta Bereng. imp. lib. IV, v. 32-65, ed. v. Winterfeld, S. 396f; Konstantinos VII. Porphyr., De admin. imp. c. 26, edd. Moravcsik u. a., S. 110.

Kommentar

Wollte man das im Cat. reg. Langob. genannte Datum nicht auf den Einzug Ludwigs III. in Verona, sondern auf seine Blendung durch Berengar beziehen (was sprachlich und nach dem Handschriftenbefund nicht auszuschließen ist: Sandmann, Herrscherverzeichnisse, S. 193f. u. Taf. V), müßten die zahlreichen Urkunden Berengars, mit denen dieser zwischen dem 31. Juli und dem 2. August am Gardasee verschiedene Veroneser Empfänger bedacht hat (vgl. Regg. 1196-1204), erst nach der glücklichen Wiedereinnahme der Stadt durch ihn und der Ausschaltung seines Rivalen ausgestellt worden sein, was wenig wahrscheinlich ist; warum sollte Berengar, nachdem er gerade Verona im Handstreich wieder eingenommen hat, seine neue und alte Hochburg sofort wieder verlassen, um tagelang am Gardasee seine Anhänger mit zahlreichen Privilegierungen zu belohnen? Vgl. ausführlich Reg. 1204A (Kommentar).

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. 1194, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0905-07-21_1_0_1_3_2_1200_1194
(Abgerufen am 24.01.2017).