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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

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Berengar erkrankt (Forte aliqua partos valeat si rumpere nodos/Atque diu desueta cruor madefecerit hora,/Ipse lacer custos iras prior imbuet, inde/Obvia turba virum morsus satiabit amaros).

Überlieferung/Literatur

Gesta Bereng. lib. IV, bes. v. 28-31, ed. v. Winterfeld, S. 395f.

Kommentar

Der Verfasser der Gesta Berengarii weiß noch von einem damals aufkommenden Gerücht, das besagte, der König sei gestorben (lib. IV, v. 38-39, ed. v. Winterfeld, S. 396: Nil veritus, metuenda nimis quia sustulit ipsum/Fama, Berengarium loeti dispendia passum). Von einer Krankheit Berengars, die im Gang der Erzählung des Chronisten dessen Zurückweichen vor Ludwig III. (vgl. das folgende Reg.) erklären soll, wissen die übrigen Quellen aber nichts. Eine Wertung dieser Nachricht ist schon deswegen schwierig, weil der Dichter die beiden Italienzüge Ludwigs III. zusammenfaßt und sich in der ersten Hälfte des 4. Buches ansonsten ganz auf die Ereignisse in Verona, die zur Blendung Ludwigs führen, konzentriert. Auszuschließen ist es nicht, daß eine Erkrankung Berengars die Opposition ermuntert hat, Ludwig III. einzuladen. - Vgl. Dümmler, Gesta, S. 38; Mor, L'età feudale I, S. 61; Mor, Dalla caduta, S. 234; Arnaldi, Berengario, S. 21; Ebenbauer, Carmen historicum, S. 192.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. 1191, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0905-06-00_1_0_1_3_2_1197_1191
(Abgerufen am 24.01.2017).