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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

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Ludwig überträgt der Exkaiserin Ageltrude (Ageltrudi olim imperatrici) aus Königsgut (de iure regni nostri) auf Bitten [ ... ..] die Curtis Maior (Cortemaggiore, Prov. Piacenza) im Gebiet von Aucie (Olza, Com. Monticelli d'Ongina, Prov. Piacenza) mit allem Zubehör zu freiem Eigen. - Pön 100 Pfund Gold. - Arnulfus not. iussu Hludovici legi et subscripsi. - MF. SR. NN. SI D. - a. inc. 900, a. r. 1, Ind. 4. - "Notum sit".

Originaldatierung:
(V. Id. Oct., Papie)

Überlieferung/Literatur

Or. (Fragment) Parma, Arch. Capitolare, Diplomatico, sec. IX, n. XXXIV (A). - Kopien: Ebd., Arca A, caps. 1, n. 38,18. Jh.; ebd., Arca A inf., "Transumptum omnium documentorum" von 1750, t. I, fol. 105-107 n. 34. - Faksimile des SR: Schiaparelli, Tironische Noten, S. 214. - Drucke: Schiaparelli, Diplomi inediti, Nr. 3 S. 135-137; Schiaparelli, I Diplomi italiani di Lodovico III, Nr. 1 S. 3-5. Auszüge bereits bei Lupi, CD Bergomatis I, Sp. 1090-1091. - Regg.: Benassi, CD Parmense I, Nr. 34 S. 85-86 (mit Größenangabe und Dorsualnotizen); Leporace, Ageltrude, Nr. 19 S. 173.

Kommentar

Der Text des stark beschädigten Originals, von dem auch die Kopien keinen vollständigeren Text bieten, wurde von Schiaparelli weitgehend rekonstruiert. Als Vorlage diente der Kanzlei wahrscheinlich ein nicht erhaltenes Diplom Widos oder Lamberts, wie Schiaparelli, Ricerche III, S. 118f., wahrscheinlich gemacht hat. Hierauf deutet auch die Wendung relegi et subscripsi (bzw. legi et subscripsi) in der Rekognitionsformel hin, für die sich eine Parallele in D Lo.I.1 findet (mit gleichem Sachverhalt); vgl. Schieffer, Einleitung zu DD Lo.I., S. 15. Im SR findet sich der Vermerk: Arnulfus, gefolgt von (in tironischen Noten): notarius relegi et subscripsi; vgl. Schiaparelli, Tironische Noten, S. 212-214. Der Notar Arnulf begegnet in allen italischen Urkunden Ludwigs III. als Rekognoszent. Er war wie der namenlose Schreiber unseres Stückes, Arnulf A, der fast alle erhaltenen Originale Ludwigs III. (bis auf zwei) mundiert, seinem Herrn aus der Provence nach Italien gefolgt; vgl. das folgende Reg. Schon in den in der Provence ausgestellten Urkunden Ludwigs III. bedient sich Arnulf A tironischer Noten: Schiaparelli, Tironische Noten, S. 213. Zu seinem weiteren Schicksal vgl. auch Reg. † 1187 (Kommentar); vgl. noch Schiaparelli, Diplomi inediti, a.a.O.; Schiaparelli, Ricerche III, S. 107, 110, 118, 127. - Zu der wohl noch immer einflußreichen Ageltrude, die sich ungeachtet ihrer amicitia mit Berengar (Reg. 1078) sofort auf die Seite Ludwigs III. stellt, vgl. zuletzt Reg. 1079. - Cortemaggiore, das aus karolingischem Familienbesitz stammt, war 875 von Ludwig II. von Ostfranken der Irmingard, der Tochter Kaiser Ludwigs II., auf Lebenszeit übertragen worden: D LD. 157 ( B-Zi 529). Zur Identifizierung der übrigen Orte vgl. die bei Schiaparelli, I Diplomi italiani di Lodovico III, S. 3f., angegebene Lit.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. 1112, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0900-10-11_1_0_1_3_2_1116_1112
(Abgerufen am 29.03.2017).