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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

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Der vassus domni regis Gumpert tauscht mit dem designierten Abt (abbas designatus) (von Nonantola), Petrus (Petrone), genannte Güter aus dem Besitz des Klosters S. Pietro in Lodi Vecchio. - [Magnus not.] - a. Lu. rege hic in Italia [ ... ].- Unterschrift des Königsvasallen Gumpert als Aussteller.

Überlieferung/Literatur

Charta (cartula commutacionis), ed. Tiraboschi, Storia di Nonantola II, Nr. 60 S. 81-83 = CD Langob., Nr. 387 Sp. 640-642.

Kommentar

Die Tauschurkunde kann nur in die Königszeit Ludwigs III. datiert werden, wodurch sich die Einordnung zu Ende 900/Anfang 901 ergibt; vielleicht besteht ein Zusammenhang mit dem voraufgehenden Deperditum Ludwigs für S. Pietro in Lodi Vecchio. - Die lückenhafte Überlieferung des Tauschvertrages, über den Sandmann, Herrscherverzeichnisse, S. 335-337, ausführlich gehandelt hat, erschwert auch das inhaltliche Verständnis der ungewöhnlichen Rechtslage, die dem Tausch zugrundeliegt. Daß Petrus designierter Abt von Nonantola war und mit dem seit 907 amtierenden Abt Petrus III. (bis 910) identisch ist, kann man nur (mit guten Gründen) vermuten. Zwar ist um 900 in Nonantola noch der Vorgänger des Petrus, Abt Leopardus, bezeugt (vgl. Reg. 1097), doch ist es nicht undenkbar, daß er schon zu Lebzeiten einen Nachfolger designiert hat; vgl. Sandmann, a.a.O., bes. S. 339f. - Vgl. auch Budriesi Trombetti, Vocabulario feudale, S. 300.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. 1121, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0900-10-00_3_0_1_3_2_1125_1121
(Abgerufen am 27.07.2017).