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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

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Berengar bestätigt der Äbtissin Risinda (Rixinda) des Klosters S. Maria Theodote in Pavia (monasterium quod dicitur Theodotae situm infra urbem Ticinensem), einer Nichte (neptis) der gleichnamigen Vorgängerin (Richisinda), auf Bitte des Mailänder Erzbischofs Andreas, der ein vom König für die Vorgängerin ausgestelltes Präzept ( Schiaparelli, I Diplomi di Berengario I, Nr. 27 = Reg. 1087) vorgelegt hat, alle damals ergangenen und jetzt im einzelnen wiederholten Verfügungen (folgt der Kontext des D 27). - Pön 30 Pfund Gold. - Beatus not. ad vicem Petri episcopi et archicanc. - MF. SR. SI D. - a. inc. 899, a. r. 13, Ind. 3. - "Si circa servos".

Originaldatierung:
(V. Id. Marc., Papiae palatio)

Überlieferung/Literatur

Or. Mailand, Bibl. Ambrosiana, perg. 815 (vormals D.I.n.15) (A). Zwei Kopien 18. Jh. verzeichnet Schiaparelli, I Diplomi di Berengario I, S. 89. - Faksimile: Arch. paleogr. ital. IX, Taf. 72 (mit Regest). - Drucke: Muratori, Antiq. Ital. V. Sp. 603-604 (Auszüge) zu 899 = Gloria, CD Padovano I, Nr. 23 S. 38; CD Langob., Nr. 384 Sp. 636-638 (zu 899); Schiaparelli, I Diplomi di Berengario I, Nr. 30 S. 88-92. - Regg.: B 1313; Dümmler, Gesta, Nr. 27 (zu 899); Cipolla, Fonti edite, Nr. 124 S. 57.

Kommentar

Das Inkarnationsjahr ist wie in der VU um eine Einheit zu niedrig angegeben. Falsch berechnete Inkarnationsjahre sind auch sonst sehr zahlreich; vgl. Schiaparelli, Ricerche I, S. 81f. - Mit Ausnahme der erst nach der Besiegelung eingetragenen Datierung und des Chrismon, die vielleicht vom Notar Teudebert stammen (vgl. Reg. 1141), wurde D 30 von unbekannter Hand nach Art des Schreibers des D 22 (Reg. 1079) geschrieben; vgl. auch noch D 32 (Reg. 1102), das gleichfalls vom Notar Beatus rekognosziert wurde, aber von anderer Hand stammt; zu Beatus, der im folgenden noch mehrfach begegnet, s. Schiaparelli, Ricerche I, S. 103. - Einige am Text angebrachten Korrekturen dürften etwas jüngeren Datums sein, da sie in der NU ( Schiaparelli, I Diplomi italiani di Lodovico III, Nr. 9 = Reg. 1128) noch fehlen; vgl. Schiaparelli, Arch. paleogr. ital. IX, Regest zu Taf. 72. - Zu Erzbischof Andreas von Mailand (899-906), der nicht weiter hervorgetreten ist, vgl. Savio, Vescovi. Lombardia 1, S. 346-348; M. G. Bertolini, Andrea; Ambrosioni, Arcivescovi di Milano, S. 113. - Zu S. Maria Theodote und zu den Äbtissinnen s. zuletzt Reg. 1087.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. 1099, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0900-03-11_1_0_1_3_2_1102_1099
(Abgerufen am 17.10.2017).