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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

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Lambert nimmt Markgraf Adalbert (II.) von Tuszien in einem nächtlichen Handstreich gefangen, während Graf Hildebrand (von Lucca?) fliehen kann. Adalbert wird anschließend mit weiteren Gefangenen nach Pavia gebracht.

Überlieferung/Literatur

Liutprand, Antapodosis I, 41, ed. Becker, S. 29. Vgl. das vorige Reg.

Kommentar

Adalbert II. von Tuszien hatte den Apennin am Monte Bardone (Cisa-Paß) überquert; Lambert war ihm zunächst von Marengo bis Piacenza entgegen gezogen (vgl. das vorige Reg.). Von dort beträgt die Entfernung nach Fidenza knapp 40 km, war also von Lambert mit seinen wenigen Begleitern an einem Tag gut zu bewerkstelligen. - Die sagenhaften Details der Gefangennahme Adalberts in der Erzählung Liutprands bleiben hier unberücksichtigt. Ob Lambert seine Gefangenen anschließend persönlich nach Pavia gebracht hat (Papiam ducuntur, custodiae mancipantur), ist unklar. Am 30. September ist der Kaiser bereits wieder in Marengo bezeugt (Reg. 1068). Die ganze Episode könnte sich also in gut einer Woche, etwa Mitte September, abgespielt haben. Nicht ganz auszuschließen ist allerdings auch ein früherer Zeitpunkt, etwa Ende Juli/Anfang August; vgl. Reg. 1063. - Zu den Hintergründen der Verschwörung vgl. das vorige Reg. (mit der Lit.). Zu Graf Hildebrand s. schon Reg. 953.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. 1066, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0898-09-00_2_0_1_3_2_1069_1066
(Abgerufen am 19.09.2017).