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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

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Das Heer Arnulfs marschiert, durch die unaufhörlichen Regenfälle und die Unkenntnis der Wege stark behindert, auf Rom zu. Eine Pferdeseuche zwingt die Franken, ihr Gepäck auf Ochsen umzuladen. Berengar verbündet sich mit Markgraf Adalbert (II.) von Tuszien gegen Arnulf und kehrt nach Oberitalien zurück (Interim [während des Weitermarsches Arnulfs durch Tuszien] malus rumor regem necnon exercitum commovit, Perngarium scilicet nepotem eius a fidelitate sua defecisse et in Italiam iam pro hoc reversum fuisse, Adalpertum, videlicet marchensem Tusciae, mutuis colloquiis Perngarii [adductum], ne aliquo modo ad regis fidelitatem intenderet).

Überlieferung/Literatur

Ann. Fuld. cont. Ratisb. a. 896, ed. Kurze, S. 127. Vgl. Liutprand, Antapodosis I, 34, ed. Becker, S. 26. - Reg.: M2 1923d.

Kommentar

Wenn Arnulf, wie anzunehmen ist, von Luni aus die Via Francigena nach Rom gezogen ist, wo er vor Mitte Februar ankommt (Reg. 1002), führt ihn der Weg über Lucca - Siena - Acquapendente - Sutri; vgl. Schrod, Reichsstrassen, S. 28-30. Wegen der feindseligen Haltung des Markgrafen Adalbert II. von Tuszien wird Arnulf Lucca selbst allerdings umgangen haben. - Die nach dem sagenhaften Bericht Liutprands, der die beiden Italienzüge 894 und 896 vermengt, im Tuszischen von Arnulf geplante Blendung Berengars ist im Zusammenhang mit dem Zug des Jahres 894 zu sehen; vgl. Reg. 961. - Vgl. Rautenberg, Berengar, S. 38f., 74ff.; Dümmler, Geschichte III2, S. 417; Fasoli, I re d'Italia, S. 34; Mor, L'età feudale I, S. 40; Arnaldi, Berengario I, S. 15. Vgl. überdies die Reg. 993 angeführte Lit.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. 1000, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0895-12-00_2_0_1_3_2_1001_1000
(Abgerufen am 30.05.2017).