Regestendatenbank - 174.569 Regesten im Volltext

RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

Sie sehen den Datensatz 191 von insgesamt 653.

Arnulf bestätigt der bischöflichen Kirche von Bergamo den Besitzstand gemäß der vom dortigen Bischof Adalbert vorgelegten Urkunden seiner Vorgänger und seiner eigenen (Regg. 948 u. 967).

Überlieferung/Literatur

D Af.131 ( M2 1904). - Faksimile:ed. Pergamene di Bergamo, Tat 199 (mit Transkription ebd., Textbd., Nr. 199 S. 335-337).

Kommentar

Bischof Adalbert von Bergamo (um 890-935), ein Anhänger der Widonen, hat im Februar 894 die Stadt Bergamo gegen Arnulf verteidigt und ist anschließend als Gefangener dem ostfränkischen König über die Alpen gefolgt; vgl. zu ihm Keller, Struktur, S. 206; Rosenwein, Family Politics, S. 270-272; s. schon Reg. 951. Daß Arnulf am 1. Januar 895 für Adalbert geurkundet hat, deutet auf die Freilassung des Bischofs hin. Ob der Tod Widos Arnulf diesen Schritt erleichtert hat? - Zu den älteren Urkunden für Bergamo vgl. B-Zi 436-437,686,721 u. 723. Den Besitz des hier in D 131 genannten Klerikers Godefrid hat Arnulf ein Jahr zuvor der Kirche von Bergamo geschenkt ( D Af.121 = Reg. 952). Vgl. noch Kehr, Vorbemerkung zu D Af.131; Jarnut, Bergamo, S. 26; Jarnut, Potere secolare, S. 71. Etwa zur Jahreswende 894/95 hält sich eine Gesandtschaft des oströmischen Kaisers Leon VI. am Hof Arnulfs in Regensburg auf ( M2 1903b); vgl. Hiestand, Byzanz, S. 70; Leyser, Relationships, S. 35; Hiestand, Arnulf von Kärnten, S. 8f.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. 983, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0895-01-01_1_0_1_3_2_984_983
(Abgerufen am 19.01.2017).