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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

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Wido bestätigt Bischof Wibodo von Parma (Vuichbodus venerabilis sancte Parmensis ecclesiae episcopus) und seiner Kirche auf dessen Bitte das vorgelegte Präzept Kaiser Karls (III.) ( D Ka.III.33), in dem dieser dem Bischof die Abtei Mezzano Scotti (abbatia que dicitur Mediana, in honorem s. Pauli dedicata) mit allem Zubehör zu freiem Eigen (iure proprietario) geschenkt hatte. - Pön 100 Pfund Gold. - [Ad vicem Helbunci archicanc. Heurardus capellan]us iubente domno Vuidone imp. - M. SR. BD. - a. ine. [892], a. r. 5, a. imp. 2, Ind. [-]. - ["Cum nihil boni"].

Überlieferung/Literatur

Or. Parma, Arch. Capitolare, perg. sec. IX, n. XXIIbis (Fragment) (A). - Kopien: Parma, Arch. Capitolare, Kopie von L. Gozzi, 18. Jh. (zus. mit dem Fragment); Parma, Bibl. Reale Palatina, Cod. Parm. 421: Gozzi, Hist. di Parma, t. I, 18. Jh., S. 135-136 (vollständiger Text angebl. aus dem Archiv der Kathedrale von Parma) (E) = ebd., Cod. Parm. 426: Gozzi, Misc. storica t. I (a. 311-1199), 18. Jh., fol. 52r-v (E1); Parma, Arch. di Stato, Diplomatico, Dipl. imp., cass. 3, n. 46, Einzelkopie 18. Jh. - Drucke: Schiaparelli, Diplomi inediti, Nr. 1 S. 127-131; Schiaparelli, I Diplomi di Guido, Nr. 19 S. 47-49 (beide Ed. aus A E E1, mit kleineren Varianten). - Reg.: Benassi, CD Parmense I, Nr. 25ter S. 75.

Kommentar

Das Original ist nur noch zur Hälfte erhalten, und es scheint, als sei die fehlende Hälfte gerade zur Zeit Gozzis († 1783) verlorengegangen. Die eckigen Klammem im Kopfregest lassen das Verhältnis von A zu E und E1 erkennen. - Die Datierungszeile in reiner Buchminuskel scheint etwas später nachgetragen worden zu sein, wenngleich von derselben Hand. Bas angegebene 5. Königsjahr führt auf 893, widerspricht aber den übrigen Datierungsangaben, die 892 ergeben und auch durch das Itinerar (vgl. Reg. 936) gestützt werden. - Zur Verwendung einer Bleibulle vgl. Regg. 900,908 u. 912. - Der Schreiber, der eine schöne diplomatische Minuskel beherrscht, ist unbekannt; vgl. Schiaparelli, Ricerche II, S. 24. Der Wortlaut ist weitgehend abhängig von der VU, D Ka.III.33 ( B-Zi 657). Die Arenga ist mehrfach nachweisbar, zuletzt in einem im Juli ausgestellten Diplom Widos, das auf Verwenden Wibodos von Parma zustandekam (Reg. 934); vgl. auch DD Kn.23-24 ( B-Zi 564-565) für die Kirche von Parma. Der Kapellan Heurardus hat bereits 890 ein Diplom Widos (Reg. 886) rekognosziert, das allerdings einem anderen Formular folgt. - Die VU unseres Stücks dient später auch als Vorlage für ein Spurium der Könige Hugo und Lothar ( Schiaparelli, I Diplomi di Ugo e di Lotario, Nr. † 29). Vgl. im übrigen den ausführlichen diplomatischen Kommentar durch Schiaparelli, Diplomi inediti, S. 127-129. - Zur Abtei Mezzano Scotti (Com. Bobbio, Prov. Piacenza) vgl. Kehr, IP V, S. 532; s. auch Fumagalli, Origini, S. 22f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. 939, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0892-09-00_2_0_1_3_2_940_939
(Abgerufen am 25.03.2017).