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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

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Arnulf von Ostfranken entläßt sein Heer (exercitui ... licitum erat domum redeundi) und zieht mit wenigen Begleitern durch Friaul (paucis secum assumptis Forum Iuliense penetrans) nach Kärnten, das er vor Weihnachten erreicht. Eine Seuche rafft viele Pferde hin.

Überlieferung/Literatur

Ann. Fuld. cont. Ratisb. a. 888, ed. Kurze, S. 117. - Reg.: M2 1806c. Vgl. die beiden vorigen Regg.

Kommentar

Berengar dürfte Arnulf bei seinem Zug durch Friaul zeitweilig begleitet haben. Dabei werden beide Könige Verona am Ausgang der Brennerstraße passiert haben, wie schon Mor, L'età feudale I, S. 18, vermutet hat. Von Verona aus führt die alte Via Postumia über Vicenza und Treviso nach Aquileia, wo man Anschluß an die östlichen Paßstraßen über den Plöckenpaß oder an die weiter östlich verlaufende Straße über Pontebba (die sogen. Straße per canalem) findet, die nach Kärnten führt und deshalb von Arnulf sicherlich benutzt worden ist. Die Via Postumia kann man auch schon vor Aquileia in nördlicher Richtung verlassen, um über die Via Iulia Augusta auf schnellstem Wege Gemona am Fuß der Alpen zu erreichen; vgl. Schrod, Reichsstraßen, S. 17f. Ob Arnulf gar bis Cividale nordöstlich von Aquileia gezogen ist, wie Mor, a.a.O., vermutet, scheint mir daher fraglich. - Das Weihnachtsfest begeht Arnulf bereits in Karnburg (bei Maria-Saal): M2 1806d; vgl. D Af.42.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. 875, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0888-12-00_1_0_1_3_2_876_875
(Abgerufen am 03.12.2016).