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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

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Arnulf von Ostfranken bestätigt Bischof Chadolt von Novara ein Präzept Kaiser Karls (III.), in dem dieser dem genannten Bischof den Hof Erihinga (Erchingen) im Thurgau auf Lebenszeit übertragen hatte mit der Bestimmung, daß er nach Chadolts Tod an das Kloster Reichenau fallen soll (Dep. B-Zi 772).

Überlieferung/Literatur

D Af.35 ( M2 1800).

Kommentar

Mit D 35 greift der im November 887 zum König erhobene Sohn Karlmanns zum ersten Mal in die italischen Verhältnisse ein. Wahrscheinlich besteht dabei ein Zusammenhang mit seinem Zug über die Alpen im Herbst desselben Jahres (Reg. 873); Chadolt könnte im Auftrag Berengars am Hof Arnulfs geweilt haben. Zu Chadolt von Novara (ca. 882-891) s. schon B-Zi 601 u. 773. - D 35 wurde im 11. Jahrhundert für das Reichenauer Spurium D Af. † 180 ausgeschrieben. - Erihinga, früher Langen-Erchingen, heute Langdorf bei Frauenfeld, Kant. Thurgau, Schweiz.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. 869, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0888-08-01_1_0_1_3_2_870_869
(Abgerufen am 26.04.2017).