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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

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Berengar überträgt dem Diakon Felix die Kirche S. Giovanni d'Antro mitsamt dem Ort Antro und einigen (zugehörigen) Ländereien. Die Einwohner des unter den Ländereien genannten Broxias erhalten dabei genannte Weiderechte (concedit etiam Broxianis pascua in montibus sita et plano et fluminum ripis). - a. inc. 888, Ind. 6.

Originaldatierung:
(-, Mantue in regio palatio)

Überlieferung/Literatur

Deperditum, als ausführliches Regest (14. Jh.) überliefert in mehreren neuzeitlichen gelehrten Sammlungen aus Friaul; vgl. Schiaparelli, I Diplomi di Berengario I, S. 404. - Druck: Schiaparelli, a.a.O., Diplomi perduti, Nr. 2 S. 404. - Vgl. Paschini, Storia del Friuli3, S. 188; Krahwinkler, Friaul, S. 281.

Kommentar

Da sich Berengar im März 888 in Mantua aufgehalten hat, wo er für einen weiteren Empfänger seines engeren Machtbereichs geurkundet hat (vgl. das vorige Reg.), erfolgt die Einordnung des Deperditum an dieser Stelle (so schon Schiaparelli). - Zu S. Giovanni d'Antro, eine kleine Zelle im Tal des Natisone nördlich von Cividale del Friuli (Com. Pulfero, Prov. Udine), vgl. Krahwinkler, Friaul, S. 118, Karte V/3 Nr. 12; s. auch Zovatto, Monachesimo, S. 105f. - Das abgegangene Broxias oder Broxas lag bei Cividale; vgl. Paulus Diac., Hist. Langob. V, 23, ed. Waitz, S. 195 m. Anm. 1: in loco qui Broxas dicitur non longe a Foroiuli; s. auch Baur, Reichsgut in Venetien, S. 72 mit Anm. 1. Schneider, Burg u. Landgemeinde, S. 176, hält die Einwohner für Arimannen. Vielleicht haben sie von Berengar ein eigenes Weiderechtprivileg (vom selben Tage?) erhalten.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. D862, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0888-03-00_1_0_1_3_2_863_D862
(Abgerufen am 26.03.2017).