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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,2

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Wido (II. von Spoleto und Camerino) schickt eine Gesandtschaft nach Konstantinopel und nimmt byzantinisches Geld an (Regiam ad urbem legationem dirigens, contra ius faciens, pecuniam accepit).

Überlieferung/Literatur

Erchempert c. 79, ed. Waitz, S. 263 (im Anschluß an die im vorigen Reg. berücksichtigte Nachricht).

Kommentar

Über die Hintergründe des Zusammenspiels zwischen Wido und Byzanz sind ganz unterschiedliche Hypothesen geäußert worden. So glaubt Wüstenfeld, Herzoge von Spoleto, S. 413, daß sich Wido mit Hilfe der Byzantiner "schon damals zum Könige Italiens machen" wollte. Hlawitschka, Intentionen, S. 142f., vermutet, daß die Freilassung des gestürzten byzanzfreundlichen Princeps Gaideris von Benevent aus spoletinischer Gefangenschaft (vgl. Reg. 824) durch byzantinisches Geld erkauft worden sei. - Auf die Kontakte mit Byzanz neben dem Paktieren mit den Sarazenen (Reg. 836) bezieht sich wohl die Hochverratsanklage durch Karl III. im Juni 883 (vgl. das folgende Reg.). - Vgl. Dümmler, Geschichte III2, S. 218; Gay, L'Italie méridionale, S. 138; Hiestand, Byzanz, S. 28; Ruggiero, Il ducato di Spoleto, S. 114; Hlawitschka, Widonen, S. 85.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,2 n. 837, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0883-06-00_1_0_1_3_2_838_837
(Abgerufen am 31.03.2017).