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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Karl gewährt dem Kloster S. Cristina d'Olonna (monasterium quod est constructum in honore sanctae Cristinae) auf Bitten des dortigen Abts Trasoald in Anerkennung seines Dienstes (memores etiam servitii ipsius) die Erlaubnis, im Kloster einen öffentlichen (Markt) zu errichten, und überläßt ihm alle zugehörigen Zölle und Gefalle, auf die sonst der Fiskus Anspruch hat. - Amalbertus not. ad vicem Liutuardi archicanc. - a. inc. 886, a. imp. 6, Ind. 4. - "Conperiat omnium".

Überlieferung/Literatur

Kopien: Paris, Bibl. nat., Collection Baluze, vol. 14, 17. Jh., fol. 63r-v ("ex registro privilegiorum civitatis Papiae", fol. 68) (E). - Drucke: Dopsch, Karolinger-Diplome, S. 217f. Nr. 10; D Ka.III.55. - Regg.: Auvray, Le "vetus codex longobardicus", S. 22f. Nr. 37; M2 1718.

Kommentar

Wie Kehr gezeigt hat, kann D 55 wegen der Verfasserschaft des Hebarhard (vgl. Reg. 664), die sich aus vielen für ihn typischen Wendungen zweifelsfrei ergibt, kaum 886 verfaßt worden sein, wie die Datierungsangaben glauben machen wollen, da Hebarhard zuletzt im November 882 begegnet (D 63). Kehr, Vorbemerkung (vgl. Kehr, Einleitung, S. XLVIII) nimmt daher an, daß D 55 noch vor der Rückkehr des Kaisers nach Ostfranken etwa Ende März 882 aufgesetzt, aber erst 886 April 15 - vielleicht während des damaligen Treffens in Pavia - mit nachgetragener Datierung dem Abt ausgehändigt wurde. - Zur ungünstigen Überlieferung des Klosters vgl. schon Regg. 442-443 sowie Regg. 561 u. 579. Abt Trasoald ist bereits in Reg. 609 begegnet. Zum Rekognoszenten Amalbert vgl. schon Reg. 661.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 694, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0886-03-15_1_0_1_3_1_4921_694
(Abgerufen am 21.01.2017).