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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Die westfränkischen Großen schicken eine Gesandtschaft unter Führung des Grafen Theoderich an Karl, die ihn zur Herrschaftsübernahme in ihrem durch den Tod König Karlmanns (6. Dezember 884) verwaisten Reich einladen (uti veniat in Franciam).

Überlieferung/Literatur

Ann. Vedast. a. 884, ed. v. Simson, S. 57. Vgl. Regino v. Prüm a. 884, ed. Kurze, S. 122: eum in regnum invitant. - Reg.: M2 1696a.

Kommentar

Wie Regino weiter zu entnehmen ist, ist die Gesandtschaft, auf die Karl unverzüglich reagiert haben soll (Reg. 748), nicht sofort nach dem Tod Karlmanns an ihn abgegangen; sie wird ihn daher vielleicht erst im April, als Karl in der Gegend von Pavia weilte, getroffen haben. Der Vasall des Markgrafen Rudolf von Hochburgund, der sich schon im Februar am Hofe Karls aufhielt (Reg. 744), wird kaum dieser Gesandtschaft angehört haben. Vgl. auch Vorbemerkung zu D Ka.III.112. Am 20. Mai ist Karl in Westfranken in der Nähe von Langres bezeugt (DD 116-118), so daß er spätestens Ende April von Oberitalien aus aufgebrochen sein muß; s. das folg. Reg. - Der Graf Theoderich war vielleicht ein Sohn des gleichnamigen Grafen von Autun; vgl. Dümmler III2, S. 234 Anm. 1. - Vgl. noch Hartmann III/2, S. 99; Parisot, Lorraine, S. 471f.; Romano/Solmi, S. 657.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 747, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0885-04-00_1_0_1_3_1_4975_747
(Abgerufen am 11.12.2017).