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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Karl überträgt dem Kloster St. Gallen die Abtei Massino mit der Maßgabe, daß sein Erzkanzler Liutward, Bischof von Vercelli, der die Abtei zu Lehen innehat, diese zu seinen Lebzeiten besitzen darf, dafür aber dem Kloster einen jährlichen Zins zu zahlen hat.

Überlieferung/Literatur

Deperditum, erwähnt von Ratpert, Casus s. Galli c. 32, ed. Meyer v. Knonau, S. 59f. - Druck: D Ka.III.92a. - Reg.: Lechner, Nr. 172. Vgl. M2 1677b.

Kommentar

Das Deperditum wurde nach dem Bericht des Ratpert beim Besuch des Kaisers vom 4.-6. Dezember in St. Gallen auf dem Altar niedergelegt. In formaler Hinsicht ist die Parallele zu D 92 (Reg. 727) nebst dem zugehörigen Deperditum (Reg. 726) augenfällig, was auf eine etwa gleichzeitige Herstellung der beiden Urkunden im Oktober in Pavia schließen läßt. - Allgemein zur Geschichte des Klosters Massino (am unteren Lago Maggiore, heute im Ort Massino Visconti, Prov. Novara) vgl. schon Reg. 245. Vgl. noch Mühlbacher, Die Urkunden Karls III.. S. 340 Anm. 1; Benassi, CD Parmense I, S. 233 Nr. 5 bis D Ka.III.56; Schmid. Brüderschaften. S. 178f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. D732, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0883-12-00_1_0_1_3_1_4960_D732
(Abgerufen am 19.01.2017).