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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Karl bestätigt dem Bistum Cremona (episcopatus s. Marie et s. Stephani) auf Bitten es dortigen Bischofs Lando laut der vorgelegten Urkunden seines Urgroßvaters Karl (d. Gr.)(Dep.), seines Großvaters Ludwig (d. Fr.) (Dep.), Lothars (I.) ( D Lo.I.58) und seines Vetters Kaiser Ludwig (II.) ( M2 1181 = Reg. 75), die der Kirche von Cremona Königsschutz und Immunität verliehen hatten, seinerseits den gesamten Besitzstand sub mundiburdio atque emunitate nostra, hierunter insbesondere nach dem Vorbild seines Großvaters Karl (d. Gr.) den Ort Tecledus mit Briuisula und Cocullus sowie den Hafen Vulpariolus (der Stadthafen von Cremona) mit allen Zöllen und Abgaben bis zur Mündung in die Adda, wie es bereits sein Vetter (Ludwig II.) bestätigt hatte ( M2 1181 = Reg. 75). Pön immunitatis. - Uualdo canc. ad vicem Liutuuardi archicang. - M. - a. inc. 883, a. imp. 3, Ind. 1. - "Si erga loca".

Überlieferung/Literatur

Kopien: Cremona, Bibl. Statale, Fondo Libreria civica, cod. Aa.6.25: Codex Sicardianus, S. 15, beglaub. Kopie Anf. 13. Jh. (C). Zu neuzeitl. Kopien aus C vgl. Falconi, Le carte cremonesi I, S. 76. - Drucke: Ughelli, Italia sacra IV1, Sp. 790-792 (mit Iuriaph. canc.) = IV2, Sp. 585f. = Zaccaria, Cremonensium episc. series, S. 67f. = Sanclementi, Series episc. Cremonensium, S. 217f. Nr. 7 = Cappelletti, Le chiese d'Italia XII, S. 146-148; CD Langob., Nr. 323 Sp. 543-545; D Ka.III.90; Falconi, a.a.O., Nr. 29 S. 76-78. - Regg.: B 968; Mühlbacher. Die Urkunden Karls III., Nr. 94; Robolotti, Delle pergamene di Cremona, S. 543; Ders., Repertorio, S. 3 Nr. 19; Astegiano, CD Cremonese I, S. 29 Nr. 21; M1 1629 = M2 1673.

Kommentar

D 90 wiederholt D KdK.403 (Reg. 499), das seinerseits auf M2 1181 (Reg. 75) fußt und bis auf die Pönformel weitgehend ausgeschrieben wurde. Die Datierungsformel weist auf Waldo B; vgl. Kehr, Vorbemerkung; Kehr, Kanzlei Karls III., S. 23f. Ob die von Lechner, Nr. 109, für verloren gehaltene Urkunde Ludwigs d. Fr. jemals existiert hat, ist fraglich; s. Reg. 75; Vorbemerkung zu D Lo.I.58. Vgl. noch D Kn. 12 (Reg. 547), eine weitere allgemeine Bestätigungsurkunde für das Bistum. Zu einer nicht erhaltenen Urkunde Karls für Cremona vgl. Reg. 775. - Für die Zeit zwischen dem 1. August und dem 5. Oktober liegen keine Nachrichten über den Aufenthalt des Kaisers vor. Den Ann. Fuld. a. 883, ed. Kurze, S. 100, ist nur zu entnehmen, daß Karl den ganzen Sommer in Oberitalien geweilt hat: imperator omne tempus aestivum mansit in Italia. Vielleicht hat er in jenen Monaten auch das Kloster Leno bei Brescia besucht; vgl. Sandmann, Herrscherverzeichnisse, S. 351.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 724, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0883-08-01_1_0_1_3_1_4951_724
(Abgerufen am 19.01.2017).