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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Der Pfalzrichter Leo (Leo iudex sacri palatii) ist Beisitzer in dem von dem Diakon und Vicedominus der Mailänder Kirche, Ariprandus, und von dem Abt des Klosters S. Ambrogio in Mailand, Petrus, geleiteten Placitum, in dem der Klage des Klosters S. Ambrogio, vertreten durch den Notar der Stadt Mailand Ambrosius, wider eine Reihe von Privatleuten, die den Dienst in den Olivenhainen der dem Kloster übertragenen Curtis Limonta (Com. Oliveto Lario, Prov. Como) verweigern, nach Vorlage der Urkunden des Kaisers Lothar (I.) sowie des jetzt regierenden Kaisers Karl und einem sich anschließenden Zeugenbeweis stattgegeben wird. - Autpaldus not. - a. imp. 2, Ind. 1. - Unterschrift des genannten Pfalzrichters.

Überlieferung/Literatur

Placitum, CD Langob., Nr. 314 Sp. 528-531. - Faksimile des stark beschädigten Or. und einer Kopie 10 Jh. (mit Transkription) bei Natale, Museo diplom. I/2, Nr. 146 u. 146a. - Reg.: Hübner, Nr. 800.

Kommentar

Das von Manaresi nicht berücksichtigte Placitum steht in Zusammenhang mit der Übertragung der Curtis Limonta an S. Ambrogio; vgl. Reg. 592. - Zum Pfalzrichter Leo vgl. Reg. 633 (dort begegnen zwei Richter dieses Namens). Zu den Leitern des Placitum und zu den anderen Beisitzern vgl. Keller, Adelsherrschaft, passim. Zu Abt Petrus von S. Ambrogio s. schon Regg. 595, 611 u. 614. Zum Mailänder Notar Ambrosius vgl. schon Regg. 595 u. 620. Zur Sache s. noch die bei Natale angeführte Lit.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 698, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0882-11-30_1_0_1_3_1_4925_698
(Abgerufen am 26.07.2017).