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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Karl bestätigt auf Bitten des Grafen Wido (Uuido comes) eine zwischen diesem und dem Kanoniker Otbert abgeschlossene Präkarie über Besitzungen des Klosters Faverney (Diöz. Langres).

Überlieferung/Literatur

D Ka.III.61 ( M2 1641).

Kommentar

Ob es sich bei dem Grafen Wido um den Markgrafen Wido II. von Camerino (und spätestens seit 883 auch von Spoleto), den späteren Kaiser, handelt, wie dies bereits Kehr in seiner Vorbemerkung vermutet hat, ist nicht ganz klar, da sein Vetter Wido III. von Spoleto damals noch gelebt haben könnte (vgl. Hlawitschka, Widonen, S. 81f.). - Faverney (Dép. Haute-Saône, Arr. Vesoul, Ct. Amance) gehörte seit der Reichsteilung des Jahres 870 zum ostfränkischen Reich (Capit. II. Nr. 251 S. 193-195, bes. S. 194 Z. 1), was die Beurkundung durch Karl III. plausibel erscheinen läßt, auch wenn Langres selbst, wo Otbert später Dompropst wurde, im westfränkischen Reich lag; vgl. Kehr, DD Ka.III., S. 420. - Etwa im Herbst erfolgte auch die Freilassung der Kaiserin Angilberga und ihre Rückführung nach Rom durch Bischof Liutward von Vercelli (Ann. Bertin. a. 882, ed. Grat, S. 249: per Leudoardum Vercellensem episcopum Iohanni papae Romam misit). Möglicherweise hängt der Aufenthalt Widos am Hofe Karls damit zusammen. - Zu den reichen Besitzungen der Widonen und ihrer Verwandten im burgundischen Raum um Langres und Dijon vgl. Hlawitschka, Widonen, S. 23f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 697, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0882-11-04_1_0_1_3_1_4924_697
(Abgerufen am 26.09.2017).