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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Papst Johannes (VIII.) schildert der Kaiserin Richgarda und dem Bischof Liutward von Vercelli in einem von Bischof Petrus (von Sinigaglia) überbrachten Brief seine verzweifelte Lage und bittet sie, den Zorn des Kaisers zu besänftigen und allen Einfluß geltend zu machen, damit Karl ihm zu Hilfe eile (ut omnibus omnino necessitatibus aut omissis aut certe suspensis s. matris suae calamitati subveniat). Auch sollen sie sich für die schon lange zugesagte Freilassung der Kaiserin Angilberga verwenden (vgl. Reg. 648).

Überlieferung/Literatur

Schreiben Johanns VIII., Epp. VII, S. 267f. Nr. 309, bes. S. 268 Z. 19f., 34-36. - Reg.: J-E 3380. Vgl. M2 1635a.

Kommentar

Das undatierte Schreiben kann frühestens Ende März aufgesetzt worden sein; ob es Karl vor seiner Abreise überhaupt noch erreicht hat, muß dahingestellt bleiben; vgl. überdies Regg. 690-691. - Wie D Ka.III.56 (Reg. 695) zeigt, hat Karl bald darauf das Vermögen der Kaiserin bestätigt; der Bitte um Freilassung scheint er aber erst im Herbst 882 entsprochen zu haben: Ann. Bertin. a. 882, ed. Grat, S. 249. - Zu Petrus von Sinigaglia s. schon Reg. 610 (Kommentar). - Vgl. Dümmler III2, S. 188; Hartmann III/2, S. 79; Kehr, Vorbemerkung zu D Ka.III.56.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 693, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0882-03-00_1_0_1_3_1_4920_693
(Abgerufen am 22.07.2017).