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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Karl bestätigt dem Kloster Farfa (monasterium s. Dei genitricis semperque virginis Marie, quod in Hitalia situm est in loco qui dicitur Acutianus) auf Bitten des Abts Ingoaldus laut der vorgelegten Urkunden der Langobardenkönige Aistulf und Desiderius Immunität mit Königsschutz (sub immunitatis nostre defensione) für alle Besitzungen in der Longobardia, in der Romania, in Tuszien, im Dukat Spoleto und sonstwo, darunter den namentlich aufgeführten Besitz in den Grafschaften Sabina und Rieti, im Dukat Spoleto und in Viterbo. - Pön 600 Pfund Gold. - Gebetswunsch pro nobis et coniuge proleque nostra ac pro stabilitate totius imperii. - Inquirinus not. advicem Liuutguardi archicanc. - M. - a. imp. 1, Ind. 14. - "Comperiat volumus".

Überlieferung/Literatur

Kopien: Rom, Bibl. Vaticana, Cod. Vat. lat. 8487-I (Regestum Farfense t. I), Ende 11. Jh., fol. 122r-v n. 288 (C); Rom, Bibl. Nazionale, Mss. Farfensi 297 (Chronicon Farfense), Auf. 12. Jh., fol. 65v (C1). Zahlreiche neuzeitliche Abschriften vor allem von C. - Drucke: Duchesne, Hist. Franc. SS III, S. 657f., aus C1 (zu 801 als D Karls d. Gr.); Muratori, Rerum Ital. SS II/2, Sp. 380-382, aus C1 (zu 881); Giorgi/Balzani, Il Regesto di Farfa II, S. 225f. doc. 273, aus C (zu 801 als D Karls d. Gr.); Chron. Farf., ed. Balzani I, S. 190f., aus C1 (zu 801 als D Karls d. Gr.); D Ka.III.†179. - Regg.: Mühlbacher, Die Urkunden Karls III., Nr. 34; M1 1568 = M2 1611.

Kommentar

D †179 wurde auf der Grundlage des D LdF. M2 716 und des D KdK.401 (Reg. 488) gefälscht, wobei die namentlich aufgeführten Besitzungen in den Grafschaften Sabina und Rieti, deren Sicherung wohl der Zweck der Fälschung war, hinzugefügt wurden (vgl. auch D Lu.II. M2 1214 = Reg. 163 sowie das unverfängliche D Be.I.124). Aus M2 716 wurde der zu 881 unpassende Abtsname, die Tagesdatierung und die gleichermaßen unmögliche Ortsangabe übernommen. Auf ein echtes Diplom Karls III. weisen nur Signum- und Rekognitionszeile hin, doch wann Karl für Farfa geurkundet hat, läßt sich nicht klären; mit D Ka.III. 83 (Reg. 714), einer echten Urkunde für das Kloster, besteht kein Zusammenhang. Vgl. Kehr, Vorbemerkung. - Zu den langobardischen Königsurkunden für Farfa vgl. Brühl, Studien, S. 106-108.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. F650, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0881-02-26_1_0_1_3_1_4876_F650
(Abgerufen am 27.05.2017).