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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Karl verspricht Papst Johannes (VIII.), seiner Bitte (Karolum ... Rome nobiscum degentem rogavimus) um Freilassung der Kaiserin Angilberga nachzukommen, sofern die westfränkischen Könige (Ludwig III. und Karlmann II.) ihre Zustimmung geben (Quod ille libenter se facturum promittens, quantum comperimus, vestrum super hoc prestolatur assensum).

Überlieferung/Literatur

Erwähnt im Brief Johanns VIII. an die westfränkischen Könige von 881 März 12 ( J-E 3340), Epp. VII, S. 236f. Nr. 268, bes. S. 236 Z. 19ff. - Vgl. das diesbezügliche Schreiben Johanns VIII. an die Bischöfe und Grafen des Regnum Italiae, Epp. VII, S. 255f. Nr. 293 ( J-E 3341). - Vgl. M2 1609a.

Kommentar

Karl und die westfränkischen Könige, die sich zuletzt im Herbst 880 bei der Belagerung von Vienne durch wechselseitige Eide verbündet hatten (Reg. 632), befürchteten wohl Umtriebe der noch immer einflußreichen Kaiserin zugunsten ihres Schwiegersohns Boso (vgl. Reg. 589). Der Papst widerum war Angilberga besonders verpflichtet, weil sie noch zu Lebzeiten Ludwigs B. von diesem und Ludwig von Ostfranken dem Schutz des Hl. Petrus übergeben worden war (Reg. 391). Daß sich Angilberga in Schwaben im Exil befand, teilt uns Hinkmar mit: Ann. Bertin. a. 882, ed. Grat, S. 249; vgl. auch Reg. 621 (Kommentar). - Vgl. noch Dümmler III2, S. 181f.; Hartmann III/2, S. 76; Odegaard, Engelberge, S. 93; Metz, Exilierung, S. 101-103. - Bald nach Mitte Februar muß Karl Rom wieder verlassen haben, da er schon am 13. März wieder in Pavia bezeugt ist (Reg. 656).

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 648, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0881-02-00_1_0_1_3_1_4874_648
(Abgerufen am 24.10.2017).