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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Papst Johannes (VIII.) bestätigt Karl den Empfang eines Schreibens (Reg. 630), in dem dieser sein baldiges Kommen angekündigt hatte, wünscht ihm den Sieg über seine Feinde, äußert sich zufrieden darüber, daß Karl Bischof Liutward (von Vercelli) vorausschicken will, berichtet Karl von einem Seesieg der Byzantiner über die Sarazenen und fordert ihn inständig auf, endlich zu seiner Hilfe herbeizueilen, da sich seine mißliche Lage nicht gebessert habe (si citissime et omnibus occasionibus omnibusque excusationibus postpositis et contemptis ad omne nobis et huic regioni valde afflicte conferendum solacium non veneritis, procul dubio scire potestis, quia ad peccatum vestrum et damnum omnium hec terra peribit).

Überlieferung/Literatur

Schreiben Johanns VIII., Epp. VII, S. 232f. Nr. 263, bes. S. 233 Z. 26-29. - Reg.: J-E 3326. Vgl. M2 1604d.

Kommentar

Dümmler III2, S. 178, vermutet, daß diese Zeilen, die Karl etwa Mitte November vor Vienne erhalten haben soll, seinen plötzlichen Aufbruch nach Süden veranlaßt haben könnten. Eine solche Annahme verbietet sich aber schon aus chronologischen Gründen, da Karl noch vor Ende November in Pavia angelangt ist (Reg. 633), also spätestens Anfang November von Vienne aus aufgebrochen sein muß; vgl. das folgende Reg. - Vgl. noch Hartmann III/2, S. 74.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 631, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0880-10-30_1_0_1_3_1_4857_631
(Abgerufen am 10.12.2016).