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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Papst Johannes (VIII.) dankt Karl für den ihm durch Bischof Wibodo (von Parma) übermittelten Brief (Reg. 622) sowie die mündlich diesem anvertraute Botschaft und kündigt seinerseits eine dem Bischof Wibodo mündlich mitgeteilte Botschaft an. Er beruhigt Karl, dem Gerüchte über eine Verbindung zwischen ihm und den Griechen zu Ohren gekommen waren (vos pre omnibus eligere et inclitum in omnibus negotiis sancte sedis apostolice nostrisque profectibus patronum ac defensorem habere omnino curavimus [S. 225 Z. 26f.]). Auch dankt er ihm dafür, daß er alle Rom benachbarten Bischöfe und Grafen angewiesen hat (Reg. 623), für den Schutz der Römischen Kirche zu sorgen. Mit Boso (von der Provence) werde er nicht weiter zusammenarbeiten. Die Nachricht von Karls baldigen Kommen habe er überaus begrüßt.

Überlieferung/Literatur

Schreiben Johanns VIII., Epp. VII, S. 225f. Nr. 257. - Regg.: J-E 3321; Kehr, IP V, S. 416 Nr. 8 (zu Juli 18). Vgl. M2 1604d.

Kommentar

Die Einordnung des Schreibens zu Juli 880 ergibt sich durch die Reihenfolge im Papstregister, wo es einem auf den 18. Juli datierten Brief mit der üblichen, wenngleich nicht immer zuverlässigen Angabe: Data, ut supra, folgt. Die Bedenken Dümmlers III2, S. 176f., der für eine Datierung in den September plädiert, sind schon von Caspar, Epp. VII, S. 225 Anm. 2, zurückgewiesen worden. - Hlawitschka, Widonen, S. 78, vermutet, daß Karl in der strittigen Pactum-Frage ein Einlenken signalisiert hatte. Vgl. noch die Reg. 622 angeführte Ut.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 626, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0880-07-00_1_0_1_3_1_4852_626
(Abgerufen am 17.10.2017).