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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Karl verläßt Italien.

Überlieferung/Literatur

Ann. Bertin. a. 880, ed. Grat, S. 242. - Reg.: M2 1603a.

Kommentar

Da Karl bereits Mitte Juni König Karlmann II. von Westfranken in Gondreville getroffen hat (Ann. Bertin., a.a.O.; vgl. Schneider, Brüdergemeine, S. 170, 184; Voss, Herrschertreffen, S. 212), muß er spätestens Ende Mai Oberitalien verlassen haben. Wenn man annimmt, daß das voraufgegangene Placitum (Reg. 620) erst nach Karls Abreise ausgestellt wurde, ergibt sich ein etwas früherer Abreisetermin. Oehlmann, Alpenpässe I, S. 244, vermutet, daß Karl über den Großen St. Bernhard gezogen ist, der in Richtung auf Gondreville am günstigsten lag. - Wahrscheinlich wollte sich Karl vor seinem Romzug nicht nur mit Karlmann von Westfranken, sondern auch mit seinem Bruder Ludwig d. Jüngeren, der allerdings dann nicht nach Gondreville gekommen ist, beraten; vgl. auch Hlawitschka, Widonen, S. 78f. - Die Kaiserin Angilberga, für die Karl noch im März geurkundet hatte (Reg. 613), könnte ihm schon damals mit ins Exil gefolgt sein; vgl. Reg. 648; s. Odegaard, Engelberge, S. 92f.; Schmid, Liutbert v. Mainz, S. 54; Stotz, Ardua spes mundi, S. 111f. - Vgl. noch Mühlbacher, Die Urkunden Karls III., S. 336; Dümmler III2, S. 111; Hartmann III/2, S. 71.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 621, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0880-05-00_1_0_1_3_1_4847_621
(Abgerufen am 17.01.2017).