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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Karlmann vertraut die Herrschaft über Italien seinem Bruder Karl (III.) an (Carlomannus ... cum adhuc viveret, fratri suo Carolo Italiam gubernandam concessit).

Überlieferung/Literatur

Erchanberti cont., ed. Pertz, SS II, S. 329. - Regg.: M2 1547a, 1588a.

Kommentar

Die letzte überlieferte Urkunde Karlmanns ( D Kn.28 = Reg. 574) wurde am 11. August ausgestellt; bald darauf muß Karlmann auf Italien verzichtet haben. Im Oktober ist Karl III. nach Italien gezogen, um dort die Herrschaft zu übernehmen (Reg. 591). - In oberitalischen Chartae wird noch im Oktober 879 nach Karlmann datiert ( CD Langob., Nr. 288-289), im November dann nach Karl III. (ebd. Nr. 290-291). - Für den Verzicht Karlmanns war vor allem Papst Johannes VIII. eingetreten, der schon 878 (Mai) zu Karl Kontakte geknüpft hatte (Reg. 552). Ein damals ergangenes Antwortschreiben Karls ist aus Epp. VII, S. 119 Nr. 136 ( J-E 3172) bekannt (nos vestra epistola letificastis, ebd. S. 119 Z. 24). Anfang 879 hat der Papst Karl die Kaiserkrone in Aussicht gestellt, woraufhin dieser eine Gesandtschaft angekündigt hat (erwähnt im Schreiben Johanns VIII. von 879 April 3 = Reg. 559). Schon im Mai 879 scheint Johannes VIII. mit einem Romzug Karls fest gerechnet zu haben (Reg. 562). - Bereits 875 (September) war Karl in Oberitalien gewesen (Reg. 476). - Vgl. Dümmler III2, S. 98, 105f.; Hartmann III/2, S. 68f.; Romano/Solmi, S. 650; Schlesinger, Königswahlen, S. 235; Hlawitschka, Franken, S. 71; Tellenbach, Thronfolge, S. 291.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 586, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0879-08-00_13_0_1_3_1_4812_586
(Abgerufen am 17.01.2017).