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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Papst Johannes (VIII.) erinnert Karlmann brieflich an sein erst kürzlich gegebenes Schutzversprechen (Reg. 550), klagt über seine vielfältigen Bedrückungen nicht nur durch die Heiden (Sarazenen), denen er mit 25 000 Mankusen zinspflichtig geworden ist, sondern auch durch Lambert von Spoleto und Adalbert von Tuszien (vgl. Reg. 545), und kündigt eine Reise nach Westfranken an, wo er eine allgemeine Synode abhalten will.

Überlieferung/Literatur

Brief Johanns VIII., Epp. VII, S. 85f. Nr. 89. - Reg.: J-E 3139. Vgl. M2 1532a.

Kommentar

Von dem Vertrag mit den Sarazenen, die zuvor päpstliches Gebiet verwüstet hatten, ist anderweitig nichts überliefert; vgl. Lohrmann, Register, S. 278f.; Eickhoff, Seekrieg, S. 229. Johannes VIII. hatte ursprünglich geplant, an den Hof Karlmanns zu gehen: Epp. VII, S. 74f. Nr. 78 ( J-E 3121). Vgl. auch Dümmler III2, S. 77; Fried, Boso, S. 194; Mordek/Schmitz, Konzil von Troyes, S. 179f.; s. überdies Regg. 552-553. - Von Genua aus hat Johannes VIII. auch ein Einladungsschreiben an Erzbischof Anspert II. von Mailand geschickt: Epp. VII, S. 90f. Nr. 96 ( J-E 3140). - Zu mehreren Schreiben des Papstes an Angilberga, die April/Mai verfaßt wurden, vgl. Reg. 549.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 551, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0878-05-00_2_0_1_3_1_4774_551
(Abgerufen am 25.04.2017).