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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Papst Johannes (VIII.) teilt Karlmann in Beantwortung eines (nicht erhaltenen) Schreibens (Reg. 537) mit, daß er ihm nach dessen Rückkehr von dem geplanten Treffen mit seinen Brüdern Legaten entgegenschicken wird, die die Bedingungen für den geplanten Romzug aushandeln sollen (legatos ... ad vos ... dirigemus cumque pagina capitulariter continente ea, que vos matri vestre Romane ecclesie vestroque protectori beato Petro apostolo perpetualiter debetis concedere). Die Rückkehr dieser Legaten will er erst abwarten, ehe er Karlmann durch eine weitere Gesandtschaft förmlich nach Rom einlädt. Der Bitte des Königs um das Pallium für Erzbischof Theotmar von Salzburg kommt er nach.

Überlieferung/Literatur

Brief Johanns VIII. an Karlmann, Epp. VII, S. 57f. Nr. 64. - Reg.: J-E 3114. Vgl. M2 1522b; J-E 3115.

Kommentar

Daß Johannes VIII. die Erneuerung des Pactum mit der Römischen Kirche, das zuletzt mit Karl d. Kahlen abgeschlossen worden war (Reg. 492), geradezu zur Voraussetzung einer Kaiserkrönung gemacht hat, betont Drabek, Verträge, S. 53f.; vgl. auch Hlawitschka, Widonen, S. 70. - Zu Erzbischof Theotmar (Thietmar) von Salzburg (874-907) vgl. Fleckenstein I, S. 187-189; s. das diesbezügliche Schreibendes Papstes Epp. VII, S. 58 Nr. 65 ( J-E 3115). - Vgl. Dümmler III2, S. 66; Hartmann III/2, S. 48; Mohr, Reichsidee, S. 160. Vgl. noch Lapôtre, Jean VIII, S. 337f.; s. schon Reg. 537.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 543, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0877-11-00_2_0_1_3_1_4764_543
(Abgerufen am 18.01.2017).