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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Karlmann nimmt die Huldigung der italischen Großen entgegen (Carlmannus optimales Italiae ad se venientes suscepit).

Überlieferung/Literatur

Ann. Fuld. a. 877, ed. Kurze, S. 90; vgl. Andreas v. Bergamo c. 20, ed. Waitz, S. 230; Chron. Noval. append., ed. Cipolla, S. 285. - Reg.: M2 1522b.

Kommentar

Karlmann dürfte kaum vor Ende September nach Pavia gelangt sein, wie sich aus dem Fluchtweg Karls d. Kahlen rekonstruieren läßt; vgl. Kehr, Kanzlei Karlmanns, S. 29 mit Anm. 1 (gegen Dümmler III2, S. 65 Anm. 1). Seinen Regierungsantritt zählt er, wie sich aus DD Kn. 14-15 ergibt - vgl. allerdings die Bedenken von Kehr, a.a.O. - von einem Tag zwischen dem 9. und dem 20. September an, doch kann sich diese Epoche nicht auf den Huldigungsakt beziehen, der im Rechtsbewußtsein Karlmanns ohnehin nicht konstitutiv war (vgl. Schlesinger, Königswahlen, S. 234, mit Hinweis auf D Kn.4), sondern eher auf das Betreten italischen Bodens nach der Alpenüberquerung (entsprechend datieren mehrere oberitalische Chartae die Herrscherjahre Karlmanns postquam in Italiam ingressus est). - Vgl. auch Hartmann III/2, S. 47f. - In den Abruzzen im Gebiet von Penne hat man noch im Mai 878 von der Herrschaftsübernahme Karlmanns keine Notiz genommen; vgl. Regg. 549A-B u. 551 A; s. auch Reg. 537A.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 531, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0877-09-00_2_0_1_3_1_4751_531
(Abgerufen am 29.05.2017).