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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Karl, der sich mit seiner Gemahlin (Richilde) und großen Schätzen an Gold und Silber sowie mit vielen Pferden und weiteren Reichtümern (facultates) auf den Weg nach Italien gemacht hat, zieht über den Jura (veniens ultra Iuram) nach Orbe, wo ihm der im Februar nach Rom entsandte Bischof Adalgar (von Autun) die Akten der Synode von Ravenna (Reg. 516) übergibt.

Überlieferung/Literatur

Ann. Bertin a. 877, ed. Grat, S. 214. Vgl. Folcwin, Gesta abb. s. Bertin. c. 87, ed. Holder-Egger, S. 622.

Kommentar

Karl, der zuletzt am 11. August in Besançon nachweisbar ist ( D KdK. 443), urkundet bereits am 9. September in Vercelli (Reg. 520); er wird also mit Sicherheit noch im August Orbe erreicht haben. - Wie schon Dümmler III2, S. 47, bemerkt hat, ist Karl offensichtlich nur mit kleiner Begleitung, aber umso größeren Reichtümern über die Alpen gezogen. Boso von Vienne, den Karl während des ersten Italienzuges zu seinem Stellvertreter in Italien bestellt hatte (Reg. 496), blieb diesmal in Westfranken zurück; vgl. Bourgeois, Capitulaire, S. 85f.; Calmette, Diplomatie, S. 177. Hinkmar merkt noch spöttisch an, daß Adalgar die Akten als große Kostbarkeit (pro munere magno) Karl überreicht habe. - Vgl. noch Oehlmann, Alpenpässe I, S. 244; Calmette, a.a.O., S. 172; Hartmann III/2, S. 40.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 517, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0877-08-00_1_0_1_3_1_4736_517
(Abgerufen am 28.03.2017).