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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Papst Johannes (VIII.) teilt Karl mit, daß er Bischof Adelhard von Verona exkommuniziert hat, weil er die Abtswahlprivilegien des Klosters Nonantola mißachtet und sich die Abtei (von Karl) in beneficium hat übertragen lassen (cum Adelardum episcopum monasterium Nonantule situm ... callide petisse ac per hoc illicita presumpsisse omnimodis repperissemus, auctoritate apostolica eum excommunicare studuimus).

Überlieferung/Literatur

Schreiben Johanns VIII., Epp. VII, S. 46 Nr. 48; auch ed. Fainelli, CD Veronese I, Nr. 254 S. 385f. - Regg.: J-E 3093; Kehr, IP V, S. 337 Nr. 9.

Kommentar

Das Schreiben des Papstes folgt mit der Angabe: Data ut supra, einem auf den 17. April datierten Brief an den byzantinischen Feldherrn Gregor (Epp. VII, S. 45f. Nr. 47). - In derselben Angelegenheit sind auch zwei Briefe des Papstes an die oberitalischen Bischöfe und an den Klerus von Verona ergangen (Epp. VII, S. 46-48 Nr. 49-50). Adelhard von Verona (875 - ca. 910) war der einzige Vertreter der Kirchenprovinz Aquileia, der Karl in Pavia gehuldigt hatte (Reg. 496), so daß dem Kaiser daran gelegen sein mußte, sich seiner Treue zu versichern; vgl. Sandmann, Herrscherverzeichnisse, S. 320-323. Wie die weitere Entwicklung zeigt, muß Adelhard bald auf Nonantola, wo seit 870 Abt Theotricus regierte (zu diesem Sandmann, S. 320-328), verzichtet haben. Vgl. zu ihm noch Reg. 418 u. ö.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 514, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0877-04-00_1_0_1_3_1_4733_514
(Abgerufen am 27.03.2017).