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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Karl verhandelt mit Papst Johannes (VIII.) über ein Pactum zwischen ihm und der Römischen Kirche.

Überlieferung/Literatur

Libellus de imp. potest., ed. Zucchetti, S. 208; zu erschließen auch aus den im Zusammenhang mit der Synode von Ponthion im Juni 876 ( Capit. II, Nr. 279) überlieferten Schreiben; vgl. dort.

Kommentar

Der Terminus ante ergibt sich aus Reg. 494. - Die Nachricht des Libellus de imp. potest.: veniens Romam, renovavit pactum cum Romanis, ist für sich genommen unzutreffend. Frucht der Verhandlungen in Rom war ein Vertragsentwurf, der von Karl durch die Übersendung der Pactum-Urkunde ratifiziert werden sollte, sobald der Papst eine gesamtfränkische Synode zur Anerkennung seines Kaisertums bewogen haben würde (was auf den Synoden von Ravenna [Reg. 516] und Ponthion [ Capit. II, Nr. 279] formell geschah). Zum Inhalt des Pactum vgl. bes. Stengel, Entwicklung2, S. 235ff. - Vgl. noch Hirsch, Schenkung, bes. S. 157; Lapôtre, Jean VIII, S. 171ff., 250ff. u.ö.; Schirmeyer, Kaiser Lambert, S. 83ff.; Hartmann III/2, S. 17, 45 Anm. 13; Knauer, Kaiserkrönung, S. 36-44; Schramm, Der König von Frankreich I2, S. 34f. (vgl. Schramm, Ges. Aufsätze II, S. 120f.); Drabek, Verträge, S. 50f.; Hlawitschka, Widonen, S. 62f. - Zu den in Rom von Kaiser und Papst beschlossenen Maßnahmen dürfte auch die Restitution des von Ludwig II. abgesetzten Herzog Lambert von Spoleto gehört haben, dem zusammen mit seinem Bruder Wido (II.) der Schutz des Papstes in Vertretung Karls anvertraut wurde (Erchempert c. 39, ed. Waitz, S. 249); vgl. Dümmler III2, S. 20 Anm. 6; Hlawitschka, a.a.O., S. 60f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 492, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0876-01-25_1_0_1_3_1_4710_492
(Abgerufen am 24.01.2017).